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Immer die neusten Immo-News:

Berliner Koalitionsvertrag steht: Das plant Rot-Rot-Grün fürs Bauen und Wohnen

Auch Berlin bekommt eine neue Regierung: Gestern haben SPD, Grüne und Linke den Entwurf des Koalitionsvertrags vorgestellt. Besonderer Fokus liegt auf dem Thema Bauen und Wohnen. So sollen in der Hauptstadt in den nächsten zehn Jahren jährlich 20.000 neue Wohnungen entstehen. Auch die Enteignung großer Wohnungsunternehmen will der neue Senat angehen.
Im Koalitionsvertrag, der den Titel „Zukunftshauptstadt Berlin. Sozial. Ökologisch, Vielfältig. Wirtschaftsstark“ trägt, haben sich die drei Parteien auf die Einsetzung einer Expertenkommission geeinigt. Diese soll Voraussetzungen und Möglichkeiten der Umsetzung des Volksentscheids „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“ prüfen und nach einem Jahr eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen vorlegen.

So lange müssen Immobilienkäufer für die Grunderwerbssteuer sparen

Bei jedem Immobilienkauf verdient das Finanzamt kräftig mit: Ein Paar benötigt im Schnitt 5,5 Monatseinkommen, um die Grunderwerbssteuer beim Kauf eines Einfamilienhauses zu zahlen. Bis sie diese Summe erspart haben, vergehen im Durchschnitt vier Jahre und drei Monate. Mancherorts dauert es auch mehr als doppelt so lange.
Bei einer durchschnittlichen Sparrate von 10,8 Prozent des Nettoeinkommens benötigen Paare in Berlin sogar zehn Jahre und sieben Monate. Dahinter folgt Düsseldorf mit neun Jahren und neun Monaten. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Deutlich schneller geht es demnach in den ostdeutschen Bundesländern und in Ostbayern. Im oberfränkischen Wunsiedel im Fichtelgebirge benötigt ein Paar nur ein Jahr und sieben Monate, um die Grunderwerbssteuer für ein Einfamilienhaus zu ersparen.

Umfrage: Unsicherheit lähmt private Vermieter bei energetischen Sanierungen

In den vergangenen 10 Jahren hat zwar ein Drittel der privaten Vermieter die eigene Immobilie energetisch saniert, wie eine Umfrage des Eigentümerverbands Haus & Grund zeigt. Dennoch sind laut Verband die Unsicherheiten bei den Vermietern bezüglich der Energiewende groß. Viele meiden folglich Investitionen.
Bei energetischen Modernisierungen herrscht unter Eigentümern Unklarheit bezüglich des Zeitraums, des Aufwands und der Kosten. 35 Prozent der Befragten gaben an, dass sie aufgrund zu geringer Einnahmen nicht oder nicht mehr investieren könnten. Jeweils rund 20 Prozent nannten mangelnde staatliche Förderung, Bürokratie und den Handwerkermangel als Investitionshemmnisse.

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Nach Flutkatastrophe: Streit um Versicherungspflicht

Nachdem die Flutkatastrophe im Sommer Schäden in Milliardenhöhe verursacht hat, wollen die besonders betroffenen Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine Pflichtversicherung für Elementarschäden für alle Hauseigentümer prüfen. Doch es gibt Gegenwind.
Das hessische Justizministerium sieht eine Versicherungspflicht kritisch. Denn bereits 2015 und 2017 sei die Einführung einer nationalen Pflichtversicherung an verfassungsrechtlichen Bedenken gescheitert. Denn eine Versicherungspflicht stelle einen gravierenden Eingriff in die Grundrechte der Grundstückseigentümer beziehungsweise der Versicherungen dar. Auch Haus & Grund Hessen ist gegen eine Pflicht, da diese die Wohnkosten noch weiter nach oben treiben würde.

Bauminister fordern neues Gebäudeenergiegesetz

Die in der Bauministerkonferenz zusammengeschlossenen 16 Länderminister fordern eine grundlegende Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), das erst vor etwa einem Jahr die Energieeinsparverordnung (EnEV) ablöste. Die Ausrichtung allein auf die Dämmdicke sei nicht mehr zeitgemäß. Stattdessen solle der Fokus auf eine Betrachtung des gesamten Treibhausgasausstoßes eines Gebäudes gelegt werden. Außerdem fordern die Minister eine Übergangslösung für die Ende des Jahres auslaufende KfW-55-Förderung.

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Gewerbeimmobilienmarkt wandelt sich rasant

Im Gewerbeimmobilienbereich bleibt kein Stein auf dem anderen, die Branche wandelt sich rasant. Wie sich die Nachhaltigkeit mit einer höheren Rendite verbinden lässt, erläutert Assetmanagerin Anne Bailly im Podcast „L’Immo“ von Haufe: Neben der Nachhaltigkeit spiele auch die Beziehung zum Mieter eine immer wichtigere Rolle. [Podcast 32:44 Min]

8 Milliarden Kapitalerhöhung: Vonovia stockt auf

Der Immobilienriese Vonovia will über eine Kapitalerhöhung satte 8 Milliarden Euro einsammeln. Damit soll auch die Übernahme der Deutsche Wohnen finanziert werden. Vonovia-Aktionäre haben demnach Anrecht darauf, pro 20 Anteilsscheine sieben neue zum Kurs von 40 Euro zu erwerben. Vonovia-Aktien werden aktuell für rund 54 Euro an der Börse gehandelt.

Oma im Pflegeheim: Wohnrecht bleibt bestehen

Ein ins Grundbuch eingetragenes Wohnrecht bleibt auch dann bestehen, wenn der Berechtigte aus der Wohnung auszieht. Das gilt auch dann, wenn dieser in ein Pflegeheim zieht und absehbar nie mehr in die Wohnung zurückkehren wird. Die Eigentümer der Wohnung können nicht auf Zustimmung zur Löschung des Wohnrechts pochen, vielmehr könne der Wohnberechtigte das Recht einem anderen überlassen. Es erlischt erst mit dem Tod des Berechtigten. Entsprechende Urteile aus der Vergangenheit wurden nun vom OLG Saarbrücken in einem aktuellen Fall erneut bestätigt.

Ampel will eigenes Bauministerium

Die mutmaßlichen Ampel-Koalitionspartner sollen sich einig darin sein, dass Deutschland ein eigenes Bauministerium braucht. Bis zu 400.000 neue Wohnungen sollen künftig jährlich errichtet werden, davon 100.000 im sozialen Wohnungsbau. Das Bauresort friste derzeit ein Nomadenleben im Innenministerium, so der Tagesspiegel. Der designierte Kanzler Scholz (SPD) hatte bereits am Rande des G20-Finanzministertreffens im Juli in Venedig unmissverständlich gesagt, dass es unter ihm als Kanzler ein eigenes Bauministerium geben werde.

Mieter: Nicht immer Anspruch auf E-Ladestation

Urteil: Ein Mieter kann zwar laut BGB verlangen, dass er eine Ladestation für sein E-Auto installieren darf. Das gilt jedoch nicht uneingeschränkt, wie ein Urteil des Amtsgerichts München (Az.: 416 C 6002/21) klarstellt. Zumindest dann, wenn die Stromversorgung in einer Wohnanlage zu schwach ist, um einer Vielzahl von Mietern eine eigene E-Ladestation zu ermöglichen, kann der Anschluss verwehrt werden, wenn alle potenziellen Interessenten nur dann zum Zuge kämen, wenn umfangreiche Umbauarbeiten vonnöten wären. Die Richter urteilten hier nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz: Zwar wäre es im konkreten Fall noch problemlos möglich, die vorhandene Installation für wenige Ladestationen von Mietern zu verwenden; sobald aber die Kapazitätsgrenze erreicht sei, gingen künftige E-Automobilisten jedoch leer aus.

Zu viel Neubau auf dem Land

In der Stadt wird zu wenig gebaut, auf dem Land zu viel: Dort droht einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge sogar bald Leerstand. Laut der Studie müssten in Deutschland bis 2025 jährlich gut 300.000 Wohnungen gebaut werden, um den Bedarf zu decken. Allerdings werde zu viel in Regionen gebaut, die stagnieren oder gar schrumpfen – während es in den Städten zu wenig Neubau gebe. Laut IW werde die Bevölkerung in 209 von 401 deutschen Kreisen in den nächsten Jahren schrumpfen – und genau dort werde zu viel gebaut.

Schützt Betongold vor Inflation? Nicht immer!

Nicht immer sind Immobilien ein zuverlässiger Inflationsschutz. Experte Gerd Kommer erläutert, dass kurzfristige Wertentwicklungsprognosen nicht möglich sind und sich Immobilien oft nur auf Sicht von 15 und mehr Jahren rentieren. Zwar habe es in den vergangenen 12 Jahren einen Immobilienboom gegeben. Doch davor – von 1995 bis 2009 – hinkte der Immobilienpreisanstieg um 30 Prozent hinter der Inflation her, zwischen 1991 und 2007 sogar um 40 Prozent.

Logistik-Immobilien: Hohe Nachfrage senkt Rendite

Die Renditen für Logistikimmobilien befinden sich im freien Fall, sie haben sich bei Neubauten innerhalb von acht Jahren von sieben auf 3,5 Prozent halbiert. Grund dafür ist aber nicht etwa eine geringe Nachfrage, sondern im Gegenteil, eine hohe. Das treibt die Kaufpreise für diese Immobilienklasse schneller in die Höhe als die Mieten steigen. Insbesondere Firmen aus den Bereichen E-Commerce und Q-Commerce (Quick-Commerce; etwa Start-ups, die Lebensmittel minutenschnell liefern) befeuern die Nachfrage.

Experten: Steuervorteile für Immobilieneigentümer abschaffen!

Es läuft nicht alles perfekt und vielleicht auch nicht gerecht in der Wohnungspolitik. Das sehen auch einige Steuerexperten so. Doch anstatt Immobilienunternehmen zu enteignen, wollen sie diverse Steuervorteile rund um den Immobilienbesitz abschaffen.
Konkret sehen sie Fachleute vom ifo Institut sowie den Universitäten Köln und Mannheim vier mögliche Ansätze: Erstens die Besteuerung von Verkaufsgewinnen auch außerhalb der bisher geltenden Zehn-Jahres-Frist. Zweitens eine umfassendere Gewerbesteuer insbesondere bei Unternehmen, die Gewinne durch die Verwaltung, Betreuung und den Verkauf des eigenen Immobilienbestands erzielen. Drittens die Abschaffung von Erbschaftssteuerprivilegien, die gelten, wenn mehr als 300 Wohneinheiten vererbt werden. Und viertens die endgültige Abschaffung von Share-Deals. Bei Share Deals können Investoren einfach gesagt die Grunderwerbssteuer umgehen, indem sie keine Immobilien kaufen, sondern lediglich Gesellschaftsanteile an Kapitalgesellschaften mit Immobilienbesitz.

EZB warnt vor Immobilienblase

Viele pandemiebedingte Risiken für die europäischen Finanzmärkte seien überwunden, schreibt die EZB in ihrem neuesten Finanzstabilitätsbericht. Das ist die gute Nachricht. Doch es gibt auch einige schlechte Nachrichten, denn unter anderem die angespannten Lieferketten bergen Gefahren. Besondere Sorgen bereiten der EZB die europäischen Immobilienmärkte.
Laut Notenbank sind im zweiten Quartal 2021 die Häuserpreise im Euroraum so stark gestiegen wie zuletzt 2005. Insbesondere dort, wo Wohnimmobilien schon vor der Krise besonders hoch bewertet wurden, drohen nun Preiskorrekturen. Problematisch ist das auch deswegen, weil Kreditvergabestandards nicht an die Situation angepasst werden. Im Gegenteil werden Fonds und Versicherer sogar risikobereiter.

Ampelkoalition: werden Vermieter doch an der CO₂-Steuer beteiligt?

Wenn die Heizperiode 2021 abgerechnet wird, fällt zum ersten Mal die neue CO₂-Steuer an. Derzeit werden nur die Mieter zur Kasse gebeten. Doch schon 2022 könnte sich das ändern. Da kocht neuer Streit über ein altes Thema hoch.
Viele rot-grün geführte Länder wollen die bestehende Regelung ändern und auch Vermieter an den CO₂-Kosten ihrer Mieter beteiligen. Für 2021 hätte eine Gesetzesänderung vermutlich noch keine Konsequenzen, erst für 2022. Und schon beginnt der lange schwelende Streit von Neuem. Franz Michel vom Deutschen Mieterbund merkt beispielsweise an, dass die Strompreise trotz sinkender EEG-Umlage steigen. Kai Warnecke von Haus & Grund warnt dagegen, dass auch eine Aufteilung der CO₂-Kosten Mieter nicht entlasten würde – sondern lediglich die Mieten weiter steigen würden. Er droht außerdem damit, vors Bundesverfassungsgericht zu ziehen.

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Neuer Streit wegen Solardachpflicht in Bayern

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder hätte gerne eine Solardachpflicht. Wie genau diese umgesetzt wird, darüber gab es lange Streit. Jetzt wurde das Klimaschutzgesetz noch einmal nachgebessert. Ganz durchsetzen konnte sich Söder jedoch nicht, denn es gibt eine ganz entscheidende Ausnahme – und der Streit ist auch noch nicht beendet.
Die Solardachpflicht gilt nur für neue Gewerbeimmobilien, auch entlang der Autobahnen sollen Photovoltaikanlagen entstehen. Doch Wohnimmobilien bleiben ausgenommen. Söder konnte sich nicht gegen seinen Wirtschaftsminister Aiwanger durchsetzen. Durch ist das Thema noch nicht, es gibt zunächst Anhörungen von Verbänden und die parlamentarische Beratung. Die Grünen drohen gar, gegen das Gesetz zu klagen.

Gemauschel bei Hilfe für Münchner Mieter?

Die Mieten sind vielerorts eine Belastung für viele Menschen. Um dagegen anzukämpfen, gibt es verschiedene mehr oder weniger kreative Ansätze. Die Stadt München will jetzt einkommensschwache Mieter unterstützen, wenn die sich gegen ungerechte Vermieter wehren wollen. Die Sache hat allerdings einen pikanten Haken – die personellen Verflechtungen zwischen Mietverein und Stadtrat.
Denn die Unterstützung besteht darin, dass München für Sozialhilfeempfänger und Inhaber des München Passes die Mitgliedschaft im Mieterverein übernimmt. Der Mieterverein bietet seinen Mitgliedern juristische Beratung in Mietfragen an. Doch genau das gibt es bereits, die Stadt unterhält eine Mietberatungsstelle, Kosten für Mieter fallen nicht an. Und: Die Vorsitzende des Münchner Mietervereins ist Gesundheitsreferentin der Stadt München, zwei ihrer Stellvertreterinnen sitzen im Stadtrat. Alle drei haben den Antrag auf die neue Regelung mit eingebracht. Sie würde 50.000 Euro jährlich in die Kassen des Mietervereins spülen.

Mieterbund und IVD kritisieren angebliche Pläne der Ampel-Koalition um erschwerte Mieterhöhung

Die Ampel-Parteien sollen sich in den Koalitionsgesprächen gerüchteweise auf ein Absenken der Mieterhöhungsmöglichkeiten verständigt haben. Dem Deutschen Mieterbund (DMB) ginge das nicht weit genug.
Berichten des „Business Insider“ zufolge sollen die Parteien ein Absenken der Kappungsgrenze in angespannten Märkten von derzeit 5 Prozent auf 3 bis 3,5 Prozent pro Jahr ins Auge fassen. DMB-Präsident Lukas Siebenkotten zufolge reiche eine solche Regelung nicht aus, um Mieter vor steigenden Wohnkostenbelastungen zu schützen. Auch der Immobilienverband IVD sprach sich gegen die Pläne aus. Allerdings lehnt man dort eine weitere Absenkung generell ab. Man bestrafe damit nur diejenigen Vermieter, die bisher das Erhöhungspotenzial nicht ausgeschöpft haben. Der Deutsche Städtetag forderte indes nicht nur eine Anpassung der Kappungsgrenze, sondern auch eine wirksamere Mietpreisbremse.

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Preisdynamik für Bestandshäuser schwächt sich ab

Die Preise sowohl für Ein- und Zweifamilienhäuser im Bestand als auch für Eigentumswohnungen wachsen immer langsamer. Für eine bestimmte Klasse sieht das aber ganz anders aus.
Der Europace Hauspreixindex (EPX) stieg zwar im Oktober weiter auf 209,56 Punkte. Im Vergleich zum Vormonat ergibt das allerdings lediglich ein Plus von 0,73 Prozent. Das Wachstum der Immobilienpreise habe sich somit verlangsamt, resümierte Europace-Vorstand Stefan Münter. Vor allem bei Bestandshäusern legten die Preise nur minimal um 0,24 Prozent zu. Ganz anders sieht das allerdings bei Neubauten aus. Diese verteuerten sich im Vergleich zum Vormonat um 1,33 Prozent – im Jahresvergleich sogar um 10,59 Prozent. Entgegen dem Trend im Bestand steigen die Preise im Neubau damit immer schneller. Vor allem die Lieferengpässe bei den Baustoffen sorgen wohl für diese Entwicklung.

Risiko-Rendite-Ranking: Lohnt sich Kaufen immer weniger?

Wie weit können die Kaufpreise für Immobilien noch steigen? Platzt bald eine Immobilienblase? Lohnt es sich bei diesen Preisen noch, zu kaufen?
Verlässt man sich nicht auf weitere Wertsteigerungen, lohnt es sich immer weniger. So lautet das Ergebnis des „Risiko-Rendite-Ranking“ des Immobilientransaktionsberaters Dr. Lübke & Kelber, in dem 111 deutsche Städte auf ihre Attraktivität für den Eigentumserwerb untersucht wurden. Nur in sieben Städten sei das Preisniveau noch gering genug, dass sich Kaufen im Vergleich zum Mieten lohnt. Im Vorjahr waren es noch 35 Städte.

BGH-Urteil: Fällt die Immobilien-Kaufentscheidung erst beim Notar?

Eine Interessentin schrieb, sie wolle eine Immobilie kaufen. Der Verkäufer gab ihr Tipps für die Umgestaltung – von denen er wusste, dass Sie nicht genehmigt würden. Konnten diese ihre Kaufentscheidung noch beeinflussen? Hat sie dadurch ein Recht auf 600.000 Euro Schadensersatz?
Der BGH sagt: ja! Die Kaufentscheidung fällt juristisch gesehen erst bei der Beurkundung. Auch wenn bereits viel früher ein Kaufinteresse ausgesprochen wurde, müssen alle Informationen einbezogen werden, die bis zum Notartermin zur Verfügung standen. Die Käuferin hatte einen Schadensersatz von 600.000 Euro verlangt, da der Verkäufer ihr mögliche Umbaupläne zeigte, die bereits vom Bauamt als nicht genehmigungsfähig abgewiesen worden waren. Letzteres verschwieg er der Käuferin jedoch, weshalb der BGH dieser Recht gab.

IG Bau fordert eigenständiges Bau- und Infrastrukturministerium

400.000 Neubauwohnungen pro Jahr – das ist das selbstgesetzte Ziel der Ampel-Parteien. Das sind 46 neue Wohnungen pro Stunde. Für diese und andere Mammutaufgaben braucht es ein eigenes Ministerium, sagt die IG Bau.
Auch die Wohnungswirtschaft fordert, Wohnen und Bauen müssen Chefsache werden. Denn neben der Schaffung von neuem Wohnraum stehe die neue Regierung vor weiteren großen Herausforderungen im Immobilienbereich: CO₂-Emissionen im Gebäudesektor müssen reduziert, Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt und günstiges Bauland schneller bereitgestellt werden. Zudem sei es die Aufgabe der Regierung, Klein- und Mittelstände attraktiver zu machen, damit es weniger Menschen in die Ballungsräume drängt.

Ein heißer Immobilienmarkt in der Hauptstadt, nachlässige Verwaltung und hohe kriminelle Energie: Ein Ehepaar verliert beinahe sein Mietshaus in Berlin-Friedrichshain - und stößt nur durch Zufall darauf.

Der Rechtsanwalt Stefan G. steht am Stehtisch vor einem kleinen Café gegenüber dem Berliner Landgericht. Sein Anwalt und ein paar Angehörige stehen um ihn herum. Er raucht eine Zigarette und scheint gut gelaunt zu sein. Und das, obwohl die Richter der 3. Großen Strafkammer gerade über die nächsten Jahre seines Lebens entscheiden. Denn er ist heute nicht in der Turmstraße 91, um einen Mandanten zu vertreten. G. ist einer von vier Angeklagten in einem abenteuerlichen Immobilienprozess. Wenige Minuten zuvor hatte G. seine letzten Worte in dem seit fast einem Jahr andauernden Prozess gesprochen. Er sei nicht schuldig, sagte er, weil er nur seinen Job gemacht habe: Wenn die Bankräuber nach dem Überfall ein Taxi nehmen, "was soll der Taxifahrer anderes tun, als seinen Beruf auszuüben?"

Dieser Vergleich ist nicht ganz an den Haaren herbeigezogen. Zusammen mit drei anderen Männern hat er nach Auffassung des Gerichts versucht, im begehrten Berliner Stadtteil Friedrichshain ein Mietshaus im Wert von sechs Millionen Euro in Besitz zu nehmen - ohne dass die eigentlichen Eigentümer davon wussten. Doch Stefan G. behauptet, der ebenfalls angeklagte Geschäftsmann Rainer G. habe ihn bei dem Plan als "gutgläubiges Werkzeug" benutzt - wie einen unwissenden Taxifahrer bei einem Banküberfall. Er behauptet, nichts davon gewusst zu haben, dass die Brüder Mohamad und Rabih eines bekannten arabischen Clans gefälschte Ausweise der eigentlichen Eigentümer organisierten, nacheinander Notare bestachen und schließlich die Mitarbeiter des Grundbuchamtes mit dem gefälschten Kaufvertrag täuschten.

Doch das Gericht kauft ihm das nicht ab. An diesem Montag um 11.15 Uhr in Berlin wird Stefan G. wegen Urkundenfälschung, Betrugs und mittelbarer Falschbeurkundung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die beiden Brüder erhalten jeweils knapp fünf Jahre. Der vierte Angeklagte, Rainer G., bei dem "alle Fäden zusammenliefen", wie es der Richter ausdrückte, wird zu fast sieben Jahren Haft verurteilt.

Leichtfertige Verwaltung

Begonnen hat alles Anfang 2019, als Mohamad und Rabih von einem Mehrfamilienhaus im Berliner Stadtteil Friedrichshain hören. Der Plan ist nach Auffassung des Gerichts folgender: Sie wollen den Grundbucheintrag ändern, sich so zu Eigentümern machen und das Haus dann für Millionen von Euro weiterverkaufen. Alles soll wie bei einem normalen Immobilienverkauf ablaufen - nur, dass die eigentlichen Eigentümer nichts davon mitbekommen.

Stefan G. und Rainer G. sollen im Vordergrund stehen. Sie gründen die "Voigtstraße 41 Grundbesitzgesellschaft mbH" mit Stefan G. als Geschäftsführer. Im Hintergrund stehen die beiden Brüder - sie organisieren gefälschte Ausweise und bestechen Notare. Das Haus soll beim Grundbuchamt auf die GmbH übertragen und dann weiterverkauft werden.

Und sie schaffen es beinahe. Die Käufer stehen schon bereit, das Haus für sechs Millionen Euro zu kaufen. Erst ein Brief der Feuerversicherung verhindert dies - ein Kündigungsschreiben bringt die eigentlichen Eigentümer auf die Spur der Kriminellen. Ohne diesen Brief hätten Johann-Conrad Schäfer und Hiltrud Marschner-Schäfer ihr Haus vielleicht verloren. Denn das Grundbuchamt hat es nicht bemerkt. "Eine hohe verbrecherische Energie traf auf eine leichtfertige Verwaltung", wie Schäfer dem "Spiegel" sagte.

Diese Leichtfertigkeit zeigt sich zum ersten Mal am 12. Juli 2019, als ein "Kaufvertrag" für das Wohnhaus in der Berliner Voigtstraße abgeschlossen wird. Wenig überraschend erscheinen die eigentlichen Eigentümer des Hauses nicht zum Verkaufstermin. So wird der Rechtsanwalt Stefan G. zum "vollmachtlosen Vertreter" des Ehepaars gemacht - ein Vorgang, der nur dann wirksam ist, wenn die Vertretenen anschließend auch beim Notar unterschreiben. Erstmal nichts, was dem Grundbuchamt hätte auffallen müssen.

Doch der gleiche Name steht auch auf der anderen Seite des Vertrages: Denn Stefan G. tritt als Käufer auf. Offenbar scheint es dem Grundbuchamt nicht verwunderlich, dass Stefan G. in diesem Vertrag einerseits die Verkäufer vertritt und andererseits selbst der Käufer ist. Die erste Alarmglocke läutet also nicht.

Schlechte Unterschriften für 250.000 Euro

In den nächsten beiden Wochen unterzeichnen dann jeweils ein Herr Schäfer und eine Frau Marschner-Schäfer den Vertrag bei einem Notar. Mit gefälschten Ausweisen und Unterschriften geben sich zwei Strohleute als das Ehepaar aus und schließen den Kaufvertrag ab. Allerdings sind nach Ansicht des Gerichts Ausweise und Unterschriften so plump gefälscht, dass ein bloßer Abgleich den Betrug hätte aufdecken können. Doch das Grundbuchamt merkt auch hier nichts.

Erst die dritte Alarmglocke beim Grundbuchamt schrillt. Doch zum Scheitern des Vorhabens führt dies noch immer nicht. Das Wohnhaus mit rund 20 Wohnungen soll für nur 250.000 Euro an die GmbH verkauft werden. Und das im begehrten Berlin-Friedrichshain. Zwar fragt das Grundbuchamt, wie ein solches Schnäppchen zustande kommen kann. Doch Rainer G. und Stefan G. haben Antworten: Erstens ist das Haus verwüstet und seit langem besetzt. Und zweitens übernehmen sie mit dem Kauf Schulden in Höhe von 3,5 Millionen Euro von den Schäfers. Beides stimmte nicht, aber das Grundbuchamt fragt nicht weiter nach.

So werden am 6. November 2019 die Schäfers als Eigentümer im Grundbuch gelöscht. An ihre Stelle tritt die "Voigtstraße 41 Grundbesitzgesellschaft mbH" als neue Eigentümer - ein Vorgang, der anschließend nur mit großem Aufwand rückgängig gemacht werden kann. Nur durch einen kostspieligen zivilen Rechtsstreit konnten die Schäfers wieder als Eigentümer im Grundbuch eingetragen werden.

Angriff auf "bedeutende Werte des Rechtssystems"

Und dies sei nicht der einzige Grund für die härtere Strafe, urteilt das Gericht. Auch der Angriff auf "bedeutende Werte des Rechtssystems" spiele eine Rolle.

Der Anwalt Stefan G. hat, so erklärt es der Richter, zu seiner Verteidigung bei früheren Anhörungen gesagt, dass ein Anwalt nur dann auf einen solchen Plan eingehen würde, wenn er entweder verrückt oder Opfer einer Erpressung wäre. Das Gericht sieht das anders. Denn der Plan wäre fast aufgegangen. Fast wäre Stefan G. um 1,5 Millionen Euro reicher geworden - sein vereinbarter Anteil an dem Geschäft. Und dafür muss man nicht verrückt sein, sondern "skrupellos sein und einen langen Atem haben", sagte der Vorsitzende der Kammer bei der Urteilsverkündung.

Dass Stefan G. zwei wichtige Bestandteile der Rechtsgrundlage - das Grundbuch und die notarielle Glaubwürdigkeit - beschädigt habe, sei als Jurist "schwerwiegender", sagte das Gericht: "Er sollte wissen, wie wichtig diese Institutionen für unser Rechtswesen sind."

Quelle: ntv.de

Immobilienrally stößt an ihre Grenzen

Einfamilienhäuser in Deutschland sind im Schnitt seit 2004 um 60,9 Prozent im Wert gestiegen, Eigentumswohnungen sogar um 90,7 Prozent. Das Marktforschungsunternehmen F+B sieht aber vermehrt Anzeichen, dass die Schmerzgrenze der Käufer bald erreicht ist. Ob München oder Hamburg, Düsseldorf oder Stuttgart. Die Mieten und Kaufpreise in vielen Bereichen am Immobilienmarkt steigen zwar noch – aber längst nicht mehr so stark wie früher. Und in manchen Städten geht es sogar abwärts.

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Solardachpflicht in Niedersachsen gescheitert

Auf jedes Dach eine Solaranlage: Mit diesem Plan preschten die Grünen bundesweit vor. Das erste Land schmettert das Vorhaben nun ab: Die Novellierung der niedersächsischen Bauordnung sieht keine Solarpflicht für alle Neubauten vor: Doch ganz ohne geht’s dann doch nicht. Es gibt den neuen Paragraphen 32a „Photovoltaikanlagen für die Stromerzeugung auf Dächern“. Er gilt für Gebäude, die überwiegend gewerblich genutzt werden und mindestens eine Dachfläche von 75 Quadratmetern aufweisen.

Entscheidung zum Vorkaufsrecht in Berlin: Das sagen Makler zum Urteil

Das Bundesverwaltungsgericht hat das bezirkliche Vorkaufsrecht für Mietshäuser in sogenannten Milieuschutzgebieten untersagt. „Ein Instrument zur Sicherung der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung ist damit so gut wie tot“, bilanziert Berlins Bausenator Sebastian Scheel (45, Linke). Dirk Wohltorf, Vizepräsident des Maklerverbandes IVD, sieht das anders: „Wir sehen zum wiederholten Male innerhalb weniger Monate, dass sich der Berliner Senat offensichtlich nicht an Recht und Gesetz gehalten hat. Wir brauchen neue Wohnungen und müssen nicht für sehr, sehr viel Geld ein paar Wohnungen zurückkaufen.“

KFW Standard 55: Wie Bauträger mit der Streichung der Förderung umgehen

Am 31. Januar 2022 läuft die Förderung KFW 55 Standard aus. Bauträger müssen sich sputen, dass für aktuelle Projekte noch rechtzeitig die Förderanträge gestellt werden können. In Zukunft setzen sie auf das Effizienzhaus 40 und 40 Plus: Das hat aber Folgen. Der Zuschuss für die Eigentümer ist zwar deutlich höher, dafür aber auch die Baukosten. Und Dämmen wird in vielen Fällen mit Flächenverlusten verbunden sein. Summa summarum wird das Mehrkosten von etwa 200 Euro pro Quadratmeter ausmachen.

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Nach fristloser Kündigung: Schlagerstar Frank Zander kann nach Hause gehen

„Nur nach Hause geh’n wir nicht“, heißt es ist einem Lied des Berliner Schlagersängers Frank Zander. Beinahe wäre der Refrain nach einem Streit mit seinem Vermieter und der daraus resultierenden fristlosen Kündigung Realität geworden. Zander einigte sich nun, die fristlose Kündigung ist vom Tisch. Auslöser war eine Modernisierungsmaßnahme und eine Beleidigung. Seit mehr als 50 Jahren wohnt der Sänger mit seiner Frau in zwei nebeneinander gelegenen Wohnungen im vierten Stock des Altbaus.
Als der Putz rieselte, eskalierte die Situation. Zander rutschte unter anderem das A-Wort heraus. Ein Grund zur fristlosen Kündigung.

Immobilienrally stößt an ihre Grenzen

Einfamilienhäuser in Deutschland sind im Schnitt seit 2004 um 60,9 Prozent im Wert gestiegen, Eigentumswohnungen sogar um 90,7 Prozent. Das Marktforschungsunternehmen F+B sieht aber vermehrt Anzeichen, dass die Schmerzgrenze der Käufer bald erreicht ist. Ob München oder Hamburg, Düsseldorf oder Stuttgart. Die Mieten und Kaufpreise in vielen Bereichen am Immobilienmarkt steigen zwar noch – aber längst nicht mehr so stark wie früher. Und in manchen Städten geht es sogar abwärts.

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Solardachpflicht in Niedersachsen gescheitert

Auf jedes Dach eine Solaranlage: Mit diesem Plan preschten die Grünen bundesweit vor. Das erste Land schmettert das Vorhaben nun ab: Die Novellierung der niedersächsischen Bauordnung sieht keine Solarpflicht für alle Neubauten vor: Doch ganz ohne geht’s dann doch nicht. Es gibt den neuen Paragraphen 32a „Photovoltaikanlagen für die Stromerzeugung auf Dächern“. Er gilt für Gebäude, die überwiegend gewerblich genutzt werden und mindestens eine Dachfläche von 75 Quadratmetern aufweisen.

Entscheidung zum Vorkaufsrecht in Berlin: Das sagen Makler zum Urteil

Das Bundesverwaltungsgericht hat das bezirkliche Vorkaufsrecht für Mietshäuser in sogenannten Milieuschutzgebieten untersagt. „Ein Instrument zur Sicherung der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung ist damit so gut wie tot“, bilanziert Berlins Bausenator Sebastian Scheel (45, Linke). Dirk Wohltorf, Vizepräsident des Maklerverbandes IVD, sieht das anders: „Wir sehen zum wiederholten Male innerhalb weniger Monate, dass sich der Berliner Senat offensichtlich nicht an Recht und Gesetz gehalten hat. Wir brauchen neue Wohnungen und müssen nicht für sehr, sehr viel Geld ein paar Wohnungen zurückkaufen.“

KWF Standard 55: Wie Bauträger mit der Streichung der Förderung umgehen

Am 31. Januar 2022 läuft die Förderung KFW 55 Standard aus. Bauträger müssen sich sputen, dass für aktuelle Projekte noch rechtzeitig die Förderanträge gestellt werden können. In Zukunft setzen sie auf das Effizienzhaus 40 und 40 Plus: Das hat aber Folgen. Der Zuschuss für die Eigentümer ist zwar deutlich höher, dafür aber auch die Baukosten. Und Dämmen wird in vielen Fällen mit Flächenverlusten verbunden sein. Summa summarum wird das Mehrkosten von etwa 200 Euro pro Quadratmeter ausmachen.

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Nach fristloser Kündigung: Schlagerstar Frank Zander kann nach Hause gehen

„Nur nach Hause geh’n wir nicht“, heißt es ist einem Lied des Berliner Schlagersängers Frank Zander. Beinahe wäre der Refrain nach einem Streit mit seinem Vermieter und der daraus resultierenden fristlosen Kündigung Realität geworden. Zander einigte sich nun, die fristlose Kündigung ist vom Tisch. Auslöser war eine Modernisierungsmaßnahme und eine Beleidigung. Seit mehr als 50 Jahren wohnt der Sänger mit seiner Frau in zwei nebeneinander gelegenen Wohnungen im vierten Stock des Altbaus.
Als der Putz rieselte, eskalierte die Situation. Zander rutschte unter anderem das A-Wort heraus. Ein Grund zur fristlosen Kündigung.

Bundesverwaltungsgericht stoppt Berlin beim Vorkaufsrecht

Um Mieter vor teuren Modernisierungen und damit verbundenen Mieterhöhungen zu schützen, zückte der Berliner Senat immer öfter das Ass des Vorkaufsrechts. Doch spielte er offenbar mit gezinkten Karten. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschied zumindest, dass der angewandte Grund der „Annahme des Milieuschutzes“ nicht ausreiche und wird daher untersagt. Mit heftigen Auswirkungen auf alle anderen Städte und Gemeinden der Republik. Der Mieterverein München wertet das Urteil als Einschränkung des kommunalen Handlungsspielraums. Städte dürften demnach nur noch bei Schrottimmobilien eingreifen und kaufen. Der Verein appellierte an den Gesetzgeber, die Stellen des Baugesetzbuch entsprechend zu ändern.

Der Einzelhandel hat Corona

Die Pandemie und der Trend zum Onlineshopping schlagen auf den Immobilienmarkt durch: Die Mieten im Einzelhandel brechen laut einer gestern veröffentlichten Studie des Immobilienverbands IVD deutlich ein. Größte Verlierer sind die Metropolen im Süden der Republik. München, wo die Mieten für kleine Ladenflächen in neuen Verträgen um fast 27 Prozent einbrachen, ist trauriger Spitzenreiter. Es folgt Stuttgart mit einem Minus von 20 Prozent.

Preise für deutsche Immobilien auf Rekordhoch

Die deutschen Immobilienpreise sind im dritten Quartal erneut drastisch gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal kletterten sie um 8,7 Prozent, erklärte der Verband der Pfandbriefbanken (vdp). Der vdp-Immobilienpreisindex erreicht mit 184,0 Punkten einen neuen Höchstwert. Der Anstieg war fast ausschließlich getrieben von höheren Preisen für Wohnimmobilien, die im dritten Quartal mit 11,4 Prozent die höchste Preissteigerung seit Erhebung der Daten verzeichneten. Dabei kletterten die Preise für selbst genutztes Wohneigentum mit einem Plus von 12,5 Prozent noch etwas stärker als die für Mehrfamilienhäuser, die sich um 10,9 Prozent erhöhten.

Inflation nur noch „zum Teil“ auf Sonderfaktoren zurückzuführen

Als in den vergangenen Monaten immer wieder „Sonderfaktoren“ als maßgeblich für die drastische Inflation genannt wurden, weichen die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) von der Standardformulierung allmählich ab. Das neue Rekordhoch von 4,5 Prozent Inflation im Vergleich zum Vormonat sei „nur noch zum Teil“ auf eben jene Faktoren zurückzuführen. Grund zur Sorge? Die Erklärung der EZB wirkt zunehmend unsicherer. Mittlerweile hofft sie, dass die Inflationsrate 2022 allmählich sinkt, da Einmaleffekte wie die gestiegene Mehrwertsteuer oder der hohe Energiepreis sich nicht wiederholen sollten.

Tiny Houses auf dem Vormarsch

Einer Befragung durch YouGov zeigt: Kleine, kompakte Häuser sind beliebter denn je. 23 Prozent der Befragten gaben an, sich für ein modernes Minihaus zu interessieren. Das sind die Gründe: Alternative Wohnformen wie Tiny Houses, Baumhäuser oder auch Mehrgenerationenhäuser sind ein Thema, das Menschen bewege, sagt Mirjam Mohr, Vorständin für das Privatkundengeschäft der Interhyp. Nicht zuletzt wegen des drohenden Klimawandels, der Corona-Pandemie und der überblickbare Preis von etwa 30.000 bis 80.000 Euro je nach Ausstattung und Materialkosten.

Steuerzahlerbund mit vernichtendem Urteil für Mietendeckel

Gut gemeint ist nicht gut gemacht. Der Mietendeckel sollte für Entlastung hunderttausender Berliner Haushalte sorgen. Stattdessen kostete seine Ausarbeitung und Umsetzung so viel Steuergelder, dass er es ins gestern veröffentlichte Schwarze Buch des Bundes der Steuerzahler (BdSt) schaffte. 4,7 Millionen Euro kostete der Mietendeckel, der in letzter Instanz vom Bundesverfassungsgericht gekippt wurde. Das hätte vermieden werden können, meint der BdSt: Landesgesetzgeber und -regierung sollten die staatlichen „Spielregeln“ des Grundgesetzes beherrschen.

Wie Investoren mit brachliegenden Grundstücken viel Geld verdienen – sehr viel Geld

Ein Gelände nahe der Leipziger Innenstadt mit Platz für tausende Wohnungen: Binnen fünf Jahren wechselt es drei Mal den Besitzer. Erst für 20, dann für 160 und in 2021 für 210 Millionen Euro. Der Wert hat sich verzehnfacht, obwohl kein einziger Stein bewegt wurde: Wie geht das? Das Leipziger Gelände gilt als Auswuchs der Spekulation am Immobilienmarkt. Ein Stadtforscher erklärt: „Gerade in attraktiven Lagen macht es ökonomisch Sinn, gar nichts zu machen.“ Im Frankfurter Europaviertel sollen Luxuswohnungen leer stehen, weil allein der Immobilienboom für die Wertsteigerung sorgt.

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Wird Berlin die Vermieter besteuern?

Wirtschaftsforscher haben der Stadt Berlin anstelle von Enteignungen eine progressive Mietensteuer vorgeschlagen. Vermieter, die Preise über dem Mietspiegel verlangen, müssten dann entsprechend hohe Erträge an den Fiskus ableiten. Eine solche Abgabe existierte hierzulande bereits. Und ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie effektiv diese Mietensteuer wirklich war. Unter dem Begriff „Hauszinssteuer“ nahm der Staat in den 1920er-Jahren deutschlandweit jährlich bis zu zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts ein. Umgerechnet rund 75 Milliarden Euro. Mehr als das Doppelte von Grundsteuer, Grunderwerbsteuer und Erbschaftsteuer zusammen.

Hamburg: Nachfrage nach Luxusimmobilien boomt

Hamburgs teure Wohnungen werden noch teurer. Laut einer Analyse des Immobilienentwicklers Dahler & Company um acht bis neun Prozent. Dennoch werden die Objekte am Markt rasch verkauft. Die Zahl der verkauften Eigentumswohnungen habe sich im Vergleich zu 2020 sogar verdoppelt. Aber was geschieht mit den alten Wohnungen? Aufgrund der steigenden Preise halten die Käufer ihre alten Immobilien, um sie zu vermieten. Das Angebot würde in vielen anderen Städten dadurch verknappt werden. In Hamburg bleibt der Effekt aber aus, weil der starke Neubau von Luxuswohnungen in der Hafencity als Gegenwicht die Waage hält. Hier liegt die teuerste verkaufte Eigentumswohnung bei elf Millionen Euro.

China: Weiterer Immobilienriese taumelt

Erneut gerät ein chinesischer Immobilienkonzern ins Wanken. Nach Evergrande und einer Reihe weiterer Immobilienkonzerne hat am Montag die Kaisa Gruppe mit Sitz in Peking Alarm geschlagen. Derweil laufen heute für Evergrande Nachfristen dreier Kuponzahlungen im Gesamtwert von 148,1 Millionen US-Dollar aus. Experten rechnen damit, dass es zu weiteren Zahlungsausfällen bei den chinesischen Immobilienentwicklern kommen wird. Grund für die Bereinigung in Chinas Immobilienmarkt ist die schärfere Regulierung der Branche durch die chinesische Staatsführung.

Statt Enteignung: DIW stellt Mietensteuer-System vor

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) greift bei einer Analyse für die Finanzierung neuer Wohnungen oder das Absenken bestehender Mieten in die preußische Steuerkiste: Eine Mietensteuer als Alternative zur Enteignung in Berlin. Mietanteile oberhalb von 110 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete würden dann mit 10 Prozent belastet, 120 Prozent mit 20. Das soll viel Geld in die Staatskassen spülen. Die Mieten von 100.000 Wohnungen könnten um 2,50 Euro pro Quadratmeter gesenkt werden. Oder es könnten in der Hauptstadt 7.500 Neubauwohnungen jährlich bei einer geringen Eigenkapitalquote von 20 Prozent entstehen.

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Vonovia-Chef: Bundesregierung muss explodierende Mieten verhindern

Mieten sind deutschlandweit in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Rolf Buch, Chef des Wohnungskonzerns Vonovia, appelliert deshalb an die neue Bundesregierung, Maßnahmen zu ergreifen, die einen zu starken Anstieg der Bestandsmieten verhindern. „Wir müssen aufpassen, dass Bestandsmieten nicht explodieren“, sagte Buch. Als Hebel sieht er dabei vor allem den Mietspiegel, der als Grundlage dafür dient, wie stark Vermieter die Miete erhöhen dürfen.

Wie grün ist die Immobilienbranche?

Der jährlich erscheinende Gebäudereport der Deutschen Energie-Agentur (Dena) im Auftrag des Bundesministeriums zeigt: Der Marktanteil beim Absatz von Verbrennungsheizungen aus Öl- und Gas ist im Jahr 2020 erstmals unter 80 Prozent gesunken. Dennoch gibt es noch viel Potenzial. Noch immer werden 75 Prozent aller Bestandimmobilien mit fossilen Energieträgern betrieben. Weitere Kernthemen der Studie: Graue Emissionen, energieeffiziente Gebäude sowie Steuern. Letztere sorgte beispielsweise durch die CO₂-Bepreisung 2021 bei einer 70 Quadratmeter großen Wohnung für Mehrkosten in Höhe von rund 86 Euro für Heizöl und 46 Euro für Erdgas. Bis zum Jahr 2025 steigen diese Mehrkosten auf 190 Euro für Heizöl und 100 Euro für Erdgas.

Index-Achterbahn der Deutsche Wohnen

Ende Oktober flog die Deutsche Wohnen völlig überraschend aus dem DAX und ist seither in keinem Index mehr gelistet. Keine zwei Wochen später steht der Konzern kurz davor, zumindest in den attraktiven MDAX aufgenommen zu werden. Das Auf und Ab stößt nicht nur konzernintern auf Unverständnis, der Deutschen Börse wird Intransparenz vorgeworfen. Grund für den Rauswurf sei der geringe Mindeststreubesitz der Aktien gewesen, der nach der Übernahme durch Vonovia unter 10 Prozent gefallen sei. Experten behaupten jedoch, dass dieser Grenzwert niemals unterschritten wurde.

Das bedeutet die neue Heizkostenverordnung

Der Bundesrat hat der neuen Heizkostenverordnung zugestimmt. Künftig müssen neu installierte Heizkostenzähler aus der Ferne ablesbar sein, alte Geräte bis Ende 2026 nachgerüstet oder ersetzt werden. Das ermöglicht ein digitales Heizungsmonitoring mit großem Sparpotenzial für Mieter. Doch der Mieterbund hebt warnend den Zeigefinger. Er befürchtet, dass auf Mieter Mehrkosten zukommen. Es bleiben nämlich unnötig hohe Kosten für die Miete des Wärmezählers, der Wasseruhr und der Funk-Schnittstelle und zusätzlich die des Ablesers.

Strompreis: Deutschland misst sich mit Krisenstaaten

Deutsche Verbraucher geben enorm viel Geld für Strom aus. Das zeigt eine Analyse des Vergleichsportals Verivox mit kaufkraftbereinigten Daten des Energiedienstes Global Petrol Prices. Insgesamt liegt die Bundesrepublik im internationalen Ranking auf Platz 15. Es überrascht aber, welche Länder noch teurer sind. Die meisten dieser Staaten mit noch höheren Strompreisen sind krisengeschüttelte Entwicklungsländer wie Ruanda, Sierra Leone oder Burkina Faso, wo Elektrizität Luxusgut ist.

So steht es um die Adler Group wirklich

„Mehr Zukunft pro m²“. Angesichts der zahlreich stillstehenden Baustellen in Berlin, Stuttgart, Düsseldorf und Co. wirkt der Slogan der angeschlagenen Adler Group nur allzu pathetisch. Es hagelt Klagen von Baustelle zu Baustelle: Doch wie schaut‘s wirklich aus vor Ort? Werden die Vorzeigeprojekte fertig? Ein neuer Mann soll es richten. Nomen est Omen: Bernd Schade soll als Chief Development Officer Lokalpolitik sowie Eigentümer der bereits verkauften Wohnungen vertrösten.

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KfW-55-Förderung wird nicht verlängert

Die KfW-55-Förderung für den klimaeffizienten Neubau läuft nach dem 31. Januar 2022 aus. Das hat das Bundeswirtschaftsministerium Ende vergangener Woche entschieden. Die Fördergelder sollen in Zukunft vermehrt in Gebäudesanierungen und besonders effiziente Neubauten fließen. Das stößt auf Unverständnis. Bauherren profitierten bislang neben günstigen KfW-Darlehen auch von einem Zuschuss von bis zu 26.250 Euro. Kritik kommt auch aus den Verbänden. Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, sagt: „Ohne diese Förderung wird das Wohnen mit erhöhtem Klimastandard für viele Menschen in Deutschland unbezahlbar.“

So viel kostet jeden die Inflation

Aufgrund der rasenden Inflation sind alltägliche Ausgaben größer als noch vor der Coronazeit. Sparer und Rentner zählen zu den größten Verlierern. Die DZ Bank beziffert den Kaufkraftverlust insgesamt auf 116 Milliarden Euro: 1.400 Euro je Bundesbürger. Aber was sind die Alternativen? Um Vermögen zu sichern oder zu vermehren, gibt es nur die langfristigen Anlagen. Fonds und Aktien, aber auch Investments in Gold oder Immobilien wirken der Inflation entgegen.

Weihnachtsdeko: Wieviel “Bling-Bling“ ist noch feierlich?

Weihnachten steht schon bald der Tür, viele Bewohner können es kaum erwarten, Lichterspiele und Deko in Haus und Garten zu verteilen. Aber wieviel ist erlaubt, und wann kann der Nachbar einschreiten? Ob Treppenhaus, Balkon, Hausfassade oder Garten: Außerhalb des Wohnbereichs gelten Regeln, die beachtet werden müssen. Sonst geht ganz schnell das Licht wieder aus.

Hilft steigende Inflation gegen die Immobilienblase?

Die Gefahr einer Blase am Wohnungsmarkt ist weiterhin hoch, wie Empirica ermittelt hat. Gleichzeitig steigt die Inflation in Deutschland wie lange nicht. Genau das könnte die Blase allerdings vor dem Platzen bewahren.
Je mehr Inflation, desto mehr Luft könnte die Preisblase verlieren, erklärt Empirica-Chef Reiner Braun. Er glaubt, dass die hohe Inflation von Dauer sein werde. Das habe zur Folge, dass die Preise stabil bleiben könnten bei faktisch sinkendem Wert. Damit könnte selbst bei einem drohenden Zinsanstieg die Zahl der Panikkäufe sinken – ein Crash würde ausbleiben. In ihrem neuen „Blasen-Index“ hat das wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Forschungs- und Beratungsinstitut die Gefahr für Hamburg erstmals als „hoch“ eingestuft. „Eher hoch“ gilt zudem für zehn der zwölf größten deutschen Städte. Darunter auch Frankfurt am Main, für das zuletzt eine Studie der Schweizer Großbank UBS sogar das weltweit größte Blasenrisiko identifiziert hat. Darüber haben wir Sie im
Morning Briefing am 14.10.2021 informiert.

Deutscher Büromarkt: Milliarden-Deal steht bevor

Die Alstria Office REIT-AG gehört zu den größten Immobilienunternehmen Deutschlands. Nun könnte der auf Büroimmobilien spezialisierte Konzern bald in kanadischer Hand sein.
Denn der kanadische Sachwertspezialist Brookfield, mit 8,5 Prozent bereits größter Einzelaktionär von Alstria Office, bereitet offiziell ein Angebot in Höhe von 19,50 Euro pro Aktie vor. Insgesamt bewertet Brookfield damit die Alstria-Immobilien mit fünf Milliarden Euro. CEO Olivier Elamine unterstützt das Übernahmeangebot: „In den kommenden Jahren werden die Erträge aus Immobilien wegen der steigenden Nachhaltigkeitsanforderungen an Gebäuden deutlich volatiler ausfallen als bisher, da erhebliche Investitionen anfallen werden.“ Diese Situation sei mit einem langfristigen Partner besser zu bewältigen. Die Annahmefrist für die freien Aktionäre soll Ende November beginnen.

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Vonovia: Gewinn-Prognose erhöht

Vonovia hat in den ersten neun Monaten 2021 einen operativen Gewinn in Höhe von 1,15 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das ist ein Plus von 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Prognose für das Gesamtjahr hat der Dax-Konzern aus gutem Grund noch einmal nach oben korrigiert.
2021 soll das operative Ergebnis jetzt auf bis zu 1,54 Milliarden Euro steigen. Zuvor hatte Deutschlands größter Immobilienkonzern maximal 1,515 Milliarden Euro anvisiert. In der Prognose sei aber Deutsche Wohnen noch nicht berücksichtigt worden, erklärte Vonovia-Chef Rolf Buch am Donnerstag bei der Vorlage der Quartalszahlen. Dort gab Buch auch bekannt, dass eine Entscheidung über einen Einstieg bei Adler erst 2022 fallen werde, wie das
Handelsblatt berichtet.

China: Immobilienkonzern kann Zahlung nicht stemmen

Die Situation auf dem chinesischen Immobilienmarkt ist seit Wochen angespannt: Während Evergrande zuletzt einen Zahlungsausfall noch abwenden konnte, ist dies einem anderen Immobilienkonzern nicht mehr gelungen.
Der Immobilienentwickler Kaisa hat eine fällige Zahlung für den Konzernbereich Kaisa Finance nicht stemmen können. Kasai muss innerhalb eines Jahres rund 3,2 Milliarden Dollar an vorrangigen Offshore-Anleihen bedienen. Um Geld aufzubringen, wolle Kaisa Verkäufe von Unternehmensanteilen beschleunigen.

Regensburger Immobilien-Korruptionsskandal: Ex-OB muss erneut vor Gericht

Im Regensburger Immobilien-Korruptionsskandal wurde auch der ehemalige Oberbürgermeister Joachim Wolbergs vor dem Landgericht Regensburg verurteilt – kam aber straffrei davon. Diese Entscheidung hob der Bundesgerichtshof (BGH) nun auf.
Jahrelang haben Immobilienunternehmer und Politiker in Regensburg für Spenden Vorteile bei Bauvorhaben erkauft. Auch Wolbergs wurde vor dem Landgericht Regensburg wegen Korruption verurteilt, bekam aber keine Strafe. Begründung: Er habe sich vor seiner Wahl zum Oberbürgermeister noch nicht zu rechtswidrigen Diensthandlungen für die Zeit nach seiner Wahl bereiterklären können. Der BGH teilt die Auffassung des Landgerichts nicht und hat das Urteil nun aufgehoben. Der Fall wird vor dem Landgericht München neu verhandelt – Wolbergs droht eine höhere Strafe.

Immobilienwirtschaft so optimistisch wie lange nicht

Die europäische Immobilienwirtschaft ist so optimistisch wie seit 2014 nicht mehr. Hauptgrund für den zuversichtlichen Blick in die Zukunft: die Widerstandsfähigkeit der Branche während der Corona-Krise. Das geht aus der neuen Trend-Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. Doch es gibt auch Skepsis.
Sorgen haben die Entscheider von Immobilienfirmen, Investment Manager und andere Marktexperten, die für die Studie von PwC und dem Urban Land Institute (ULI) befragt wurden, beim Thema Cybersicherheit (67 Prozent). Aber auch die steigende Inflation (59 Prozent) und Veränderungen bei den Zinssätzen trüben den Blick auf 2022 etwas. Dennoch erwartet rund die Hälfte der Befragten mehr Profitabilität im neuen Jahr – doppelt so viel wie im Vorjahr. Die besten Zukunftsaussichten in punkto Investitionen und Entwicklung sehen die Befragten in London. Die Hauptstadt Englands hat in diesem Ranking Berlin abgelöst.

Mietpreisbremse: Wird Gesetzeslücke geschlossen?

Eine Gesetzesinitiative aus dem Bundesrat soll eine Gesetzeslücke schließen, mit deren Hilfe die Mietpreisbremse umgangen werden kann. Bereits morgen wird darüber abgestimmt.
Dann wird sich zeigen, ob die Initiative, die das Umgehen der Mietpreisbremse bei möblierten Wohnungen sowie Ketten-Kurzzeitverträgen verhindern soll, eine Mehrheit bekommt. Bei SPD und Grüne, die im Wahlkampf beide für eine Verschärfung der Mietpreisbremse waren, könnte sie auf jeden Fall Zustimmung finden. Alles Wissenswerte zur Mietpreisbremse gibt es bis dahin im
immowelt Ratgeber.

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Podcast: Was muss sich in der Immobilienwirtschaft ändern?

Bis die Ampel steht, dauert es wohl noch ein wenig. Klar ist aber, dass viele junge Menschen die Grünen und die FDP gewählt haben – es soll sich etwas ändern. Doch was muss sich konkret in der Immobilienwirtschaft ändern? Und welche Rolle spielen die Makler? Diese Fragen versucht der neue L‘Immo-Podcast zu beantworten.
In der neuesten Folge des Podcasts von Haufe.Immobilien ist IVD-Präsident Jürgen Michael Schick zu Gast bei Dirk Labusch, Chefredakteur der Immobilienwirtschaft.

Kaufpreise im Norden: Bis zu 39 Prozent mehr

Im Norden sind die Kaufpreise für Wohnungen und Häuser binnen eines Jahres vielerorts um mindestens 10 Prozent gestiegen, wie ein Vorjahresvergleich von immowelt zeigt. Der Spitzenreiter kommt auf ein Plus von 39 Prozent.
Denn im Landkreis Göttingen ist der Quadratmeterpreis von im Mittel 2.020 Euro im ersten Halbjahr 2020 auf 2.800 Euro im Vergleichszeitraum 2021 gestiegen. Aber auch in der großen norddeutschen Metropole Hamburg haben die Preise nochmal um stolze 17 Prozent auf 5.900 Euro pro Quadratmeter zugelegt. Am teuersten ist es im Landkreis Nordfriesland, wo der Quadratmeter jetzt im Median 7.580 Euro (+22 Prozent) kostet.

Höchstes Hochhaus der Hauptstadt entsteht

In Berlin Neukölln soll bis 2024 das höchste Haus Berlins entstehen. Das höchste Gebäude der Hauptstadt wird der Estrel Tower aber nicht.
Denn das bleibt auch weiterhin der Fernsehturm mit 368 Metern – der nach zehn Jahren Planungszeit von der Hotelier-Familie Streletzki präsentierte Estrel Tower wird 176 Meter hoch. Er soll 260 Millionen Euro kosten und Hotelzimmer, Apartments sowie Büros beherbergen. Die Grundsteinlegung ist für Anfang nächsten Jahres geplant.

Umfrage: Suchende setzen auf Immobilienportale und Makler

Über 70 Prozent der Wohnungssuchenden in Deutschland suchen im Internet – hauptsächlich bei großen Immobilienportalen wie immowelt.de. Das geht aus einer neuen Umfrage von Bitkom Research hervor. Und auch Makler sind bei Suchenden weiterhin sehr gefragt.
Demnach konsultieren 41 Prozent den Immobilienprofi. Verändert hat sich während der Corona-Pandemie die Einstellung zu Online-Besichtigungen: Laut Bitkom-Studie können sich 38 Prozent der Befragten vorstellen, nur aufgrund einer virtuellen Besichtigung eine Wohnung zu nehmen. „Über den ganzen Lebenszyklus von Immobilien hinweg wird die Digitalisierung wichtiger. Das fängt bei Planung, Finanzierung und Bau von Gebäuden an und hört bei Instandhaltung, Bewirtschaftung und Vermarktung nicht auf“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Teure Baustoffe: Trotzdem bauen?

Baustoffe sind nach wie vor knapp und teuer – wegen steigender Energiepreise wird es tendenziell sogar noch teurer. Doch was bedeutet das jetzt für Bauherren?
Wer aktuell schon baut, muss keine Mehrkosten befürchten. Denn Bauunternehmen können gestiegene Materialpreise nicht einfach an ihre Kunden weitergeben. Die vertraglich vereinbarten Preise gelten. Anders sieht es für angehende Bauherren aus: Hier werden deutliche Preisanpassungen kommen – das Bauen insgesamt wird noch teurer. Doch wer wartet, könnte zwar irgendwann weniger für das Material zahlen müssen, dafür aber dann möglicherweise höhere Bauzinsen.

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Studie: Banken profitieren von Niedrigzinsen

Je niedriger die Zinsen, desto weniger verdienen Bankinstitute an Baufinanzierungen. Sollte man meinen. Doch das Gegenteil ist der Fall, wie eine Studie der Unternehmensberatung ZEB zeigt.
Die Banken verdienen der Studie zufolge nicht trotz Niedrigzinsen mehr, sondern deswegen. Denn sie können sich am Kapitalmarkt teilweise mit Negativzinsen refinanzieren, während es für Kunden so gut wie nie Baukredite mit negativen Zinsen gibt. Und auch bei der Anschlussfinanzierung erhöhen niedrige Zinsen eher die Chance auf höhere Margen: „Wenn jemand bislang 3,5 Prozent für seine Baufinanzierung gezahlt hat und die Anschlussfinanzierung wird ihm für 1,2 Prozent angeboten, dann guckt er vielleicht nicht so genau hin – selbst wenn das, gemessen an den Konditionen anderer Banken, recht viel sein sollte“, erklärt Ulrich Hoyer, Partner bei ZEB in München.

2 Zimmer, Küche, Talk: Neue Podcast-Folge online

Die Innenstadt als Shopping-Meile steht schon länger unter Druck. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung noch einmal verschärft. Müssen wir also nach Corona unsere Städte neu denken? Um Antworten auf diese Frage geht es in einer neuen Folge von 2 Zimmer, Küche, Talk – dem immowelt Podcast.
Zu Gast sind dieses Mal Wolfgang Küspert, Geschäftsführer Küspert & Küspert, und Prof. Dr. Thomas Krüger, Professor für Projektentwicklung und -management in der Stadtplanung an der Hamburger Hafen City Universität.

Sonderkündigungsrecht versus Kündigungsausschluss

Ist der Kündigungsausschluss im Mietvertrag oder das Sonderkündigungsrecht des Eigentümers höher zu bewerten? Diese Frage wurde vor dem Bundesgerichtshof beantwortet.
Und das BGH-Urteil lautet: Ein Sonderkündigungsrecht bleibt trotz Kündigungsausschluss im Mietvertrag bestehen. Im verhandelten Fall hat eine vermietete Eigentumswohnung per gesetzlicher Versteigerungsbedingung die Eigentümer gewechselt. Nur ein paar Tage später kündigten sie dem Mieter wegen Eigenbedarf. Der verwies auf folgende Klausel im Mietvertrag und akzeptierte die Kündigung nicht: „Eine Eigenbedarfskündigung durch den Vermieter ist ausgeschlossen.“ Der BGH gab dem neuen Vermieter Recht und erklärte die Eigenbedarfskündigung für wirksam. Begründung: „Dieses Sonderkündigungsrecht wird durch schuldrechtliche Vereinbarungen – wie hier über den Ausschluss einer Eigenbedarfskündigung – nicht ausgeschlossen, weil es zu den gesetzlichen Versteigerungsbedingungen gehört.“

Beschluss: In Hamburg wird die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen erschwert

In Hamburg muss künftig jede Umwandlung einer Miet- in eine Eigentumswohnung in Gebäuden mit mehr als fünf Wohnungen genehmigt werden. Das hat der Senat der Hansestadt am Dienstag beschlossen. Doch es gibt auch Ausnahmen.
Zum Beispiel gilt die Genehmigungspflicht nicht, wenn mindestens zwei Drittel der Wohnungen an aktuelle Mieter verkauft werden oder bei Erbstreitigkeiten. Die neue Regelung gilt in Hamburg vorerst bis Ende 2025. Genauso lang wie das im Mai auf Bundesebene beschlossene Baulandmobilisierungsgesetz, das die Hamburger Regelung erst möglich macht.

Fünf-Prozent-Studie: Auf der Suche nach der fetten Rendite

Immobilien-Investments können sich in Deutschland immer noch lohnen – nach hohen Renditen muss man allerdings suchen. Zu diesem Ergebnis kommt die Fünf-Prozent-Studie 2021 des Analyseunternehmens Bulwiengesa. Doch wo gibt es noch die wirklich fette Rendite?
Die namensgebenden „fünf Prozent“ gibt es laut Studie nur noch in sogenannten D-Städten, zu denen die Analysten zum Beispiel Schwerin, Würzburg und Zwickau zählen. Und auch dort nur noch mit Gewerbeparks oder bei Bürogebäuden. Ganz im Gegensatz dazu stehen Wohnimmobilien, die laut Bulwiengesa schon länger keine großen Renditen mehr versprechen.

Verkauf von Berlin Hyp steht bevor

Die Sparkassen wollen ihren Immobilienfinanzierer Berlin Hyp verkaufen. Und obwohl der Bieterkreis eingeschränkt ist, kann sich der potenzielle Verkaufspreis sehen lassen.
Dieser könnte am Ende bei rund einer Milliarde Euro liegen. Diesen Preis haben mehrere Insider gegenüber dem Handelsblatt bestätigt. Ein Angebot haben bislang die Landesbanken Helaba und LBBW sowie der Sparkassen-Fondsanbieter Deka abgeben. Aus dem öffentlich-rechtlichen Finanzsektor wird auch der Käufer stammen – denn nur aus diesem Kreis haben die Sparkassen bis Ende vergangener Woche Gebote entgegengenommen. Die Berlin Hyp ist zusammen mit der Berliner Sparkasse Teil der Landesbank Berlin Holding. Diese wollen die Sparkassen auflösen, da die Finanzaufsicht eine stringentere Führung der Konzerngesellschaften fordert.

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Urteil: Nicht jeder Kraftausdruck reicht für Kündigung

Ein Streit zwischen Mieter und Vermieter kann verbal schon einmal eskalieren. So geschehen auch in einem Berliner Wohnhaus, wo sich der Mieter im Ton vergriff. Für eine fristlose Kündigung reicht der benutzte Ausdruck allerdings nicht.
Ein „Fuck you“ verwendete der Mieter gegenüber dem Hausverwalter, woraufhin der Vermieter das Mietverhältnis fristlos kündigte. Der vorläufige Höhepunkt eines Streits, bei dem es bereits mehrere Abmahnungen und außerordentliche Kündigungen gab. Doch auch die jüngste Kündigung blieb ohne Erfolge, denn das Amtsgericht Berlin-Köpenick (Az.: 3 C 201/19) entschied: Es handele sich um eine einmalige und jugendsprachlich verbreitete Unmutsäußerung in einer bereits sehr angespannten Situation.

Von der Schlagerbühne ins Maklerbüro

Abgesagte Konzerte und Live-Auftritte – die Corona-Pandemie hat Künstler hart getroffen. Ein Schlager-Star hat sich deshalb ein zweites Standbein aufgebaut und zum Immobilien-Kaufmann umgeschult.
„Den Immobilien-Job kann ich wunderbar mit meiner Musik verbinden“, sagt Michael Morgan, der einst als deutscher Elvis galt und 1993 einen großen Hit hatte. Und verkaufen habe ihm schon immer Spaß gemacht. Er hoffe nun aber vor allem, bald wieder auf der Bühne stehen zu können.

Hauskauf: München 6-mal so teuer wie Magdeburg

Bei den Kaufpreisen von Wohnimmobilien gibt es deutschlandweit große Unterschiede. Das verdeutlicht auch die jüngste Untersuchung der Landesbausparkassen und Sparkassen (LBS). Ein freistehendes Einfamilienhaus kostet in Magdeburg 265.000 Euro, in München sind es hingegen 1,7 Millionen Euro. Das ist 6,41-mal so viel.
Auch unter den 14 deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern gibt es ein deutliches Preisgefälle, wie die Frühjahrsbefragung von Immobilienvermittlern zeigt. In Leipzig kosten gebrauchte Einfamilienhäuser 330.000 Euro, in Stuttgart und München mehr als eine Million Euro.

Also doch! Sinkende Immobilienpreise während Corona

Die Immobilienpreise in Bayern haben durch die Corona-Krise doch einen kurzen Preisdämpfer erfahren, wie die Auswertung des Immobilienmarktberichts des Oberen Gutachterausschusses für die Grundstückswerte im Freistaat zeigt. Bisher sind alle Experten immer von durchwegs steigenden Preisen während der Pandemie ausgegangen. Die Studie widerlegt dies nun.
So sind im vergangenen Jahr nicht nur die Verkaufszahlen von Wohnungen und Häusern eingebrochen, auch die Preise sind gefallen. Besonders im 2. Quartal 2020 registrieren die Gutachter deutliche Rückgänge bei den tatsächlich erzielten Verkaufspreisen. Am stärksten sanken die Preise in der Oberpfalz. Doch auch in den Großstädten oder beliebten Landkreisen wie Starnberg oder Freising kam es kurzfristig zu Preisverwerfungen. Die sinkenden Preise waren allerdings nicht von langer Dauer, denn in den kommenden Monaten stiegen sie wieder spürbar an.

Laune der Immobilienfinanzierer steigt weiter

Die Stimmung unter den Immobilienfinanzierern hellt sich immer weiter auf: Das BF.Quartalsbarometer steigt im fünften Quartal in Folge. Die Umfrage unter Experten wird regelmäßig vom Analyseunternehmen bulwiengesa durchgeführt. In der jüngsten Befragung sorgt vor allem das blühende Neukundengeschäft für gute Zahlen in den Büchern der Kreditgeber und verbreitet so eine positive Stimmung in der Branche.
Anhaltend niedrige Zinsen und weiter steigende Immobilienpreise sind zwei Zutaten, die bei den Immobilienfinanzierern für gute Laune sorgen. Zudem kristallisiert sich zusehends heraus, dass die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Immobilienmarkt nicht so schlimm ausfallen wie zunächst befürchtet.

Erbschaftssteuer zwingt private Erben zum Verkauf

Ein Mehrfamilienhaus in begehrter Lage in München erben? Finanziell wie ein Lottogewinn, sollte man meinen. Für einen Münchner Erben entwickelt sich die Immobilie allerdings nun zum Albtraum: Weil der Wert des Objekts vom Finanzamt auf 6,5 Millionen Euro taxiert wird, schickte es eine Rechnung über 945.000 Euro Erbschaftsteuer.
Weil er diese Summe nicht aufbringen kann, sieht sich der Erbe nun gezwungen, das Haus mit 14 Mietparteien zu verkaufen. Das Objekt ist seit über 100 Jahren im Familienbesitz. Der Fall zeigt exemplarisch ein Problem des deutschen Immobilienmarkts auf: Das Mietshaus wird nun wohl an einen finanzkräftigen Investor gehen. Dieser will schnell hohe Renditen sehen und daher wohl an der Preisschraube für die Mieter drehen. Kleinvermieter, denen zumeist mehr an einer guten Beziehung zu ihren Mietern und einer intakten Hausgemeinschaft gelegen ist, werden herausgedrängt.

Zwangsversteigerung-Urteil: Keine Courtage aus Verkaufserlös

Wird eine Immobilie zwangsversteigert, kann auch ein Makler beauftragt werden. Die Provision für die Dienstleistung des Maklers darf allerdings nicht automatisch aus dem Erlös der Versteigerung beglichen werden. Das hat das Oberlandesgericht Hamburg entschieden.
Im konkreten Fall hatte ein Kreditinstitut einen Makler für eine fixe Courtage beauftragt, um den Versteigerungswert eines Mehrparteienhauses möglichst zu erhöhen. Dies ist auch gelungen: Der Verkaufspreis des Objekts war deutlich höher als der geschätzte Verkehrswert. Die Bank behielt ihre Forderung sowie die Maklercourtage ein und zahlte dem Eigentümer den realisierten Gewinn aus. Dieser wehrte sich juristisch, da er den Makler nicht beauftragt hatte und bekam Recht: Die Courtage darf nicht vom Versteigerungserlös abgezogen werden.

30 Mrd. Euro für Opfer der Flutkatastrophe

Deutschland stellt 30 Milliarden Euro für die Opfer der Flutkatastrophe bereit. Der von der Bundesregierung bewilligte Wiederaufbaufonds soll helfen, die Schäden an Gebäuden und Infrastruktur zu bezahlen, die durch die Hochwasser Mitte Juli entstanden sind. Private Haushalte und Unternehmen können aus dem Fonds Mittel beantragen, die bis zu 80 Prozent der Schäden ausgleichen.
Mit 55 Prozent fließt das meiste Geld nach Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen bekommt weitere 44 Prozent. Auf diesen Verteilungsschlüssel einigten sich die Länder aufgrund der derzeit ermittelten Schadensschwerpunkte. Die Zustimmung für den Wiederaufbaufonds im Bundesrat steht derzeit noch aus.

Mietbremse in China

Die chinesische Regierung greift in den Wohnungsmarkt ein: Eine Mietpreisbremse soll vor allem in den Städten einen zu starken Anstieg der Preise verhindern. Erklärtes Ziel der Zentralregierung in Peking: Mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Starkes wirtschaftliches Wachstum gepaart mit Industrialisierung und Digitalisierung hatte im viertgrößten Land der Welt zuletzt für eine starke Urbanisierung gesorgt.
Die neue Regelung sieht nun vor, dass die Mieten nur noch maximal um 5 Prozent jährlich angehoben werden dürfen. Die zulässige Kaution wird außerdem auf eine Monatsmiete gedeckelt. Auch Makler und Vermittlungsplattformen, die stark überhöhte Preise von Wohnungssuchenden verlangen, sollen eingebremst werden.

Preise für Bauland auf Rekordniveau

Baureifer Boden kostet in Deutschland im Jahr 2020 im Mittel 199 Euro für den Quadratmeter. Vor zehn Jahren lag dieser Wert noch bei 130 Euro. Allerdings gibt es enorme Unterschiede: Wer in einer Großstadt Bauland kaufen möchte, muss durchschnittlich mit 1.200 Euro rechnen.
Die Preise stammen vom Statistischen Bundesamt und sie belegen auch, dass die Schere zwischen Stadt und Land auseinander driftet: In Gemeinden mit weniger als 2.000 Einwohnern kostet ein Quadratmeter bebaubares Land nur um die 70 Euro. Die hohen Preise für Grund und Boden gerade in urbanen Lagen sind neben den gestiegenen Baukosten einer der Gründe, warum sich Wohneigentum in Städten im letzten Jahrzehnt merklich verteuert hat.

Bundesländer setzen Umwandlungsverbot zögerlich um

Ende Juni trat als Teil des neuen Baulandmobilisierungsgesetz auch das Umwandlungsverbot in Kraft. Damit können Kommunen die Umwandlung von Miets- und Eigentumswohnungen genehmigungspflichtig machen und untersagen. Zwei Monate später zeigt sich: Die Länder setzten die notwendigen Verordnungen nicht um. Lediglich Berlin hat bisher konkrete Schritte unternommen.
Das Problem: Legen die Landesregierungen die Vorgaben per Rechtsverordnung nicht fest, gilt das Umwandlungsverbot schlicht nicht. Den Gemeinden sind juristisch die Hände gebunden.

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Gutachten: Enteignung von Immobilienkonzernen kostet zwischen 15 und 23 Mrd. Euro

Am 26. September stimmen die Berliner Bürger parallel zur Bundestagswahl auch über die Enteignungsinitiative von Immobilienkonzernen ab. Ein Expertengremium hat nun errechnet, was eine solche Enteignung kosten würde: Zwischen 14,5 und 22,8 Milliarden Euro kämen auf den Steuerzahler zu. Unter anderem für Entschädigungen, aber auch künftige Verwaltung und Instandhaltung der Liegenschaften. Allerdings ließen sich 17 Milliarden Euro über die kommenden 15 Jahren durch Mieteinnahmen refinanzieren.
Der von Experten errechnete Wert liegt somit weit von dem entfernt, was bisher an Kosten für die Enteignung kolportiert wurde: Die Initiatoren der Volksabstimmung hatten lediglich 8 Milliarden Euro angegeben. Der Senat hingegen kalkulierte mit 29 bis 39 Mrd. Euro.

Lohnerhöhungen in der Immobilienbranche

Neue Lohnrunde für Mitarbeiter der Immobilienbranche: Der Arbeitgeberverband der Deutschen Immobilienwirtschaft (AGV) einigte sich mit den Gewerkschaften ver.di und IG BAU auf einen neuen Tarifvertrag: Im November steigen die Gehälter um 2,9 Prozent, im Januar 2023 dann um neuerliche 2,1 Prozent.
Der AGV vertritt bundesweit rund 1.300 Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Damit gelten die Lohnanpassungen für etwa 64.000 Beschäftigte, die im Rahmen des Tarifvertrags bezahlt werden.

Emission von CO₂: Immobilienwirtschaft im Blindflug

Der Bau- und Gebäudesektor verursacht weltweit rund 40 Prozent des CO₂-Ausstoßes. Sollen die klimaschädlichen Emissionen insgesamt reduziert werden, muss auch die Immobilienwirtschaft anpacken. Das Problem: Über zwei Drittel der gewerblichen Immobilieneigentümer weiß überhaupt nicht, wie viel CO2 ihr Portfolio produziert.
Nur 28 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage unter 4.000 Immobilienexperten erklärten, über das produzierte Kohlendioxid bei Bau und Unterhalt ihrer Gebäude Buch zu führen. Das Problem: Was nicht gemessen wird, kann auch nicht verbessert werden. Die Klimaschutzziele der Europäischen Union für den Gebäudesektor sind so nur schwer zu erreichen.

Neu- statt Altbau: Immobilienkäufer ändern Präferenzen

Die große Bestandswohnung in städtischer Lage oder das Einfamilienhaus aus den 50ern mit üppigem Grundstück – das waren lange Jahre äußerst begehrte Objekte auf dem deutschen Immobilienmarkt. Weil Käufer bei gebrauchten Immobilien noch dazu Geld sparen konnten, schlugen hier viele zu. Doch die Präferenzen haben sich geändert: Viele Suchende möchten nur noch Neubauten.
Die Gründe dafür: Durch den Immobilienboom der letzten Jahrzehnte haben sich die Preise für Bestandsbauten fast an die Preise für Neubau angeglichen. Außerdem blicken angesichts gestiegener Heizkosten und Energiespargesetze viele Käufer genauer hin und schrecken bei oftmals schlechter gedämmten Bestandsobjekten zurück.

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Immobilienangebot in Deutschland schwindet

An Interessenten für einen Immobilienkauf mangelt es nicht in Deutschland. Viele haben aber das Gefühl, dass der Markt wie leergefegt ist. Eine Studie untermauert dies nun: Nur rund 277.000 Objekte wurden deutschlandweit im 1. Halbjahr 2021 zum Verkauf angeboten – das sind 41.000 Objekte weniger als im Vergleichszeitraum 2020.
Ein Grund für das geringe Angebot auf dem Markt ist auch, dass selbst verkaufswillige Eigentümer ihre Immobilie nicht abgeben, obwohl sie derzeit gutes Geld dafür bekämen. Weil aber andere Anlageformen wie Aktien oder Sparkonten derzeit weniger Rendite bringen, werden die Objekte lieber vermietet.

Berliner Mietendeckel: Angebot ging um 50 Prozent zurück

Der Berliner Mietendeckel hatte wie erwartet einen unerwünschten Nebeneffekt: Das Angebot an Mietwohnungen schrumpfte auf die Hälfte zusammen, während das Gesetz in Kraft war. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Mittlerweile ist der Mietendeckel Geschichte, da das Bundesverfassungsgericht im April entschied, dass dem Land Berlin die gesetzgeberische Kompetenz fehle, um ein solches Gesetz zu erlassen.
Die Forscher des IW fanden nun heraus, dass rund ein Drittel der Vermieter die durch den Deckel entgangene Miete vollumfänglich nachgefordert hat. Nur 6 Prozent der Vermieter forderten keinerlei Nachzahlungen.

Klimawandel ändert Lagefaktoren von Immobilien

Hitze, Trockenheit oder Überflutungen: Der Klimawandel sorgt auch auf dem Immobilienmarkt für Umwälzungen, weil sich die Risiken an unterschiedlichen Immobilienstandorten verändern. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBSR) pflegt eine Übersicht mit dem konkreten Gefährdungspotenzial von Marko-Lagen.
Diese neuen, veränderten Lagefaktoren könnten auch einen Einfluss auf die Preise von Immobilien haben. Vor allem Großstädte und Metropolen sind potenziell gefährdete Lagen: Die hohe Flächenversiegelung sorgt für Hitze im Sommer und Überflutungsgefahr bei Starkregen.

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Hamburger Bestand an Sozialwohnungen geht dahin

Hamburg gilt gemeinhin als Musterbeispiel, wie Mieten dank viel sozialem Wohnungsbau niedrig gehalten werden können. Eine Anfrage der Linken im Senat zeigt aber nun: Derzeit fallen genauso viele Objekte jährlich aus der Bindung wie neu gebaut werden. Der Bestand an Sozialwohnungen stagniert derzeit.
Und die Tendenz zeigt eine klare Richtung: Wenn Hamburg nicht zulegt beim sozialen Wohnungsbau, dann wird es in den kommenden Jahren viele der 77.000 geförderten Wohnungen einbüßen, denn die Zahl an Wohnungen, die aus der Bindung fallen, wächst jedes Jahr an. Unterdessen werden derzeit aber nur jährlich 3.000 statt der angepeilten 10.000 Sozialwohnungen fertiggestellt. Brisant: SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz verweist im Wahlkampf gerne auf seine gelungene Wohnungspolitik als Hamburger Bürgermeister (2011 bis 2018).

Mieten steigen stärker als Kaufpreise

In Deutschland steigen die Mieten, und zwar um 1,1 Prozent im Vergleich der ersten beiden Quartale 2021. Zwar wurden die Märkte zwischenzeitlich durch Corona entlastet, weil die Nachfrage sank, doch nun folgen Nachholeffekte. Bei Kaufpreisen sieht es anders aus.
Zwar steigen auch die Preise für Eigentumsimmobilien, doch weniger stark als die Mieten. Wohnungen verteuerten sich um 1,0 Prozent, Häuser um 0,4 Prozent. Für die Analysten des Forschungsinstituts F+B ist diese Entwicklung neu, von einer Trendumkehr auf den deutschen Immobilienmärkten sprechen sie aber nicht.

Automatisierung auch eine Lösung für Makler?

Auch in der Immobilienbranche herrscht Fachkräftemangel. Die Arbeit könnten stattdessen KI und Algorithmen übernehmen. Dieser Meinung sind immerhin 47 Prozent der Befragte einer Digitalisierungsstudie von EY Real Estate und dem Zentralen Immobilien Ausschuss. Für die Automatisierung sind einige Unternehmensbereiche besser geeignet als andere.
Das größte Potenzial sehen die Befragten in der Rechnungsverarbeitung und der Verwaltung des Zahlungsverkehrs, weniger bei der Vermarktung oder bei der Bauausführung.

Baufinanzierungssummen steigen

Bauherren lassen immer größere Summen finanzieren. Im Juli nahmen sie im Schnitt Darlehen in Höhe von 308.000 Euro auf. Das sind 17.000 Euro mehr als im Vorjahr. Die monatliche Standardrate liegt bei 399 Euro.
Der durchschnittliche Beleihungsauslauf liegt bei 83,8 Prozent. Dieser Wert gibt an, welchen Anteil der Kredit am Kaufpreis hat, von dem allerdings ein Sicherheitsabschlag von zehn Prozent abgezogen wurde.

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Hamburg beschließt eigene Grundsteuer

Die Bodenwerte in Hamburg steigen stark an. Ein Grundsteuermodell auf Basis aktueller Immobilienwerte würde für Mieter, aber auch für Eigentümer in einigen Gegenden zu hohen Mehrausgaben führen. Deswegen wurde in Hamburg nun ein anderes Modell beschlossen.
Die Grundsteuer in Hamburg geht von der Flächengröße aus, als weiterer Faktor dient das Wohnlagenverzeichnis, bei dem es nur zwei Kategorien gibt: normal und gut. Basisgrößen sind 50 Cent pro Quadratmeter Gebäudefläche und 4 Cent pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Für Wohnflächen gibt es einen Abschlag von 30 Prozent, die Steuer für denkmalgeschützte Gebäude oder Wohngebäude mit öffentlich gefördertem Wohnraum ist noch günstiger.

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Hartz-IV-Empfänger müssen Mietzuschuss zahlen

Normalerweise zahlt das Jobcenter die Miete von Hartz-IV-Empfängern. Reicht die Pauschale allerdings nicht aus, müssen sie selbst die Differenz aus ihrem Regelsatz begleichen. Das ist in Bayern bei etwa jedem fünften Hartz-IV-Haushalt der Fall.
Die Höhe des durchschnittlichen Zuschusses betrug im Jahr 2020 105 Euro, im Jahr 2011 lag er bei 51 Euro.

Das Ende des Immobilienbooms: Experten erwarten fallende Preise

Immobilienexperten der Deutschen Bank kommen in einer Studie zum Schluss, dass in einigen Regionen Deutschlands die Preise bald sinken werden. Dazu gehören etwa Hamburg, Bremen und München. In Berlin dagegen werden die Preise auch langfristig noch weiter steigen.
In einigen Städten erwarten die Experten mittelfristig steigende Preise, ab 2027 aber ein Ende des Booms. Dazu gehören beispielsweise Frankfurt oder Stuttgart. Für ihre Studie sahen sich die Experten vergangene Preisentwicklungen an und rechneten Faktoren wie die Einwohnerentwicklung mit ein.

Steigende Preise im Umland kleiner Großstädte

In vielen Städten ist das Umland mittlerweile beliebter als die Stadt selbst. Das gilt nicht nur für Metropolen, sondern auch für kleinere Städte wie Kiel, Bonn, Magdeburg oder Freiburg. Außerdem werden Teile Ostdeutschlands immer beliebter. Das gilt für Küstenregionen, aber auch für Städte wie Görlitz oder Plauen.
Die Auswertung stammt vom Immobilienentwickler BDP und dem Beratungsunternehmen Bulwiengesa. Untersucht wurden Bautätigkeit, Wohnungsbestände, die Bevölkerungsentwicklung und die Nachfrage nach Immobilien.

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Bundesregierung irrt bei Versicherungspflicht gegen Elementarschäden

Die Hochwasserkatstrophe in Deutschland traf viele Menschen unvorbereitet und viele Eigentümer ohne Versicherungsschutz. Nun werden Forderungen nach einer Elementarschadenversicherung laut. Die aktuellen Gespräche der Politik gehen aber in eine falsche Richtung, so eine Analyse des ifo-Instituts. Eine Pflichtversicherung mit Einheitswert würde nichts verändern.
Eine Versicherungspflicht, bei der die Höhe des Beitrags vom allgemeinen Risiko abhängt, hätte zwei Folgen: Katastrophenschäden wären besser abgedeckt und die Kosten dafür trügen schwerpunktmäßig jene, die ein erhöhtes Risiko eingehen. Das würde möglicherweise dazu führen, dass weniger Menschen einen Bau in beispielsweise Überschwemmungsgebieten riskieren würden. Eine Versicherungspflicht mit Einheitsbeitrag für alle wäre dagegen lediglich eine Art Gebäudesteuer, bei der Schäden von allen – nämlich Eigentümern und Mietern – gleichermaßen gezahlt werden müssten. So ähnlich läuft das bereits heute, wenn Schäden aus öffentlich finanzierten Töpfen ausgeglichen werden.

Bauzinsen leicht gesunken

Nachdem Bau- und Immobilienzinsen im zweiten Quartal 2021 leicht gestiegen waren, sind sie nun wieder gesunken. Ende Juni lag das beste Zinsangebot bei einer zehnjährigen Zinsbindung im Schnitt bei 0,71 Prozent, Mitte Juli waren es nur noch 0,56 Prozent. Bei einer 15-jährigen Zinsbindung sank der Zins von 1,07 Prozent auf 0,88 Prozent.
Auch wenn die Zinsen zuletzt wieder sanken: Der absolute Tiefstwert, der Anfang 2021 notiert wurde, wird noch nicht wieder erreicht. Damals betrugen die günstigsten Zinsen für Baukredite mit zehnjähriger Bindung im Schnitt nur 0,4 Prozent.

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Novelle der Heizkostenverordnung beschlossen

News 17.08.2021 Heizkostenabrechnung
 
Heizkostenverordnung 2021 – Novelle der Heizkostenverordnung

Die Novelle der Heizkostenverordnung ist vom Bundeskabinett beschlossen worden. Im Kern der Neuregelung stehen die Fernablesbarkeit der Messgeräte sowie mehr Informationen für die Nutzer.

Das Bundeskabinett eine Verordnung zur Novelle der Heizkostenverordnung beschlossen. Mit der Änderungsverordnung werden Vorgaben der EU-Energieeffizienzrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Eigentlich hätte dies schon bis zum 25.10.2020 stattfinden müssen.

Heizkostenverordnung 2021 – Diese Änderungen kommen:

Fernablesbarkeit von Messgeräten

Messtechnische Ausstattungen zur Verbrauchserfassung (Zähler, Heizkostenverteiler), die nach dem Inkrafttreten der Änderungen eingebaut werden, müssen fernablesbar sein. Dabei werden Walk-by- und Drive-by-Technologien als fernablesbar definiert. Das Erfordernis der Fernablesbarkeit besteht nicht, wenn nur ein einzelnes Gerät ausgetauscht wird, das Teil eines Gesamtsystems aus im Übrigen nicht fernablesbaren Zählern ist.

Vorhandene Messgeräte, die nicht fernablesbar sind, müssen bis Ende 2026 mit der Funktion der Fernablesbarkeit nachgerüstet oder durch fernablesbare Geräte ersetzt werden. Eine Ausnahme gilt, wenn dies im Einzelfall wegen besonderer Umstände technisch nicht möglich ist oder durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen würde.

Interoperabilität von Geräten zur Verbrauchserfassung

Neu eingebaute fernablesbare Messgeräte oder entsprechend nachgerüstete Systeme müssen mit den Systemen anderer Anbieter interoperabel sein. Dies bedeutet, dass die verschiedenen Ausstattungen in der Lage sind, Daten beziehungsweise Informationen miteinander auszutauschen. Die Interoperabilität muss bei solchen Geräten gewährleistet sein, die frühestens ein Jahr nach Inkrafttreten der Novelle eingebaut werden.

Die Anforderung der Interoperabilität geht unter anderem auf eine Empfehlung des Bundeskartellamts zur Stärkung des Wettbewerbs im Bereich des Submeterings durch Vereinfachung eines Wechsels des Messdienstleisters zurück. Technische Vorgaben, um Interoperabilität, Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleisten, soll das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik entwickeln.

Anbindbarkeit an Smart-Meter-Gateway

Fernablesbare Ausstattungen zur Verbrauchserfassung, die ein Jahr nach Inkrafttreten der geänderten Heizkostenverordnung oder später installiert werden, müssen nicht nur interoperabel sein, sondern auch sicher an ein Smart-Meter-Gateway nach dem Messstellenbetriebsgesetz angebunden werden können. Für bis dahin bereits installierte fernablesbare Ausstattungen gilt eine Übergangsfrist zur Nachrüstung bis Ende 2031.

Neue Mitteilungs- und Informationspflichten

Neben Um- beziehungsweise Nachrüstpflichten sieht die Verordnung auch neue Mitteilungs- und Informationspflichten vor. So müssen Gebäudeeigentümer, in deren Objekten fernablesbare Messgeräte installiert sind, den Nutzern bis Ende 2021 regelmäßig Abrechnungs- oder Verbrauchsinformationen mitteilen; ab 2022 wird eine monatliche Mitteilung verpflichtend. Der erste Entwurf hatte noch eine auf die Heizperiode beschränkte Informationspflicht vorgesehen.

Mitteilen der Informationen bedeutet der Begründung der Verordnung zufolge, dass die Information den Nutzer unmittelbar erreicht, ohne dass er sie suchen muss. Dies könne in Papierform oder elektronisch, etwa per E-Mail, geschehen. Auch die Möglichkeit, die Nutzer über ein Webportal oder eine App zu informieren wird genannt, jedoch müssten die Nutzer dann jeweils darüber unterrichtet werden, dass neue Informationen verfügbar sind; anderenfalls handle es sich nicht um ein „Mitteilen“, sondern lediglich um ein „Zurverfügungstellen“.

Außerdem werden Gebäudeeigentümer verpflichtet, den Nutzern mit den Abrechnungen zusätzliche Informationen zur Verfügung stellen, wie Informationen über den Brennstoffmix, eine Erläuterung der erhobenen Steuern und Abgaben sowie ein Vergleich des gegenwärtigen Energieverbrauchs des jeweiligen Nutzers mit dem Verbrauch im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Kürzungsrecht der Nutzer bei Verstößen des Gebäudeeigentümers

Die Verordnung sieht eine Sanktion für die Verletzung der neu eingeführten Installationspflichten sowie der neuen Informationspflichten vor. Die Nutzer können den auf sie entfallenden Kostenanteil um drei Prozent kürzen, wenn der Gebäudeeigentümer pflichtwidrig keine fernablesbaren Geräte installiert oder seinen Informationspflichten nicht nachkommt. Bei mehreren Pflichtverstößen summieren sich die Kürzungsrechte.

Unberührt von der Neuregelung bleibt die in § 12 Abs. 1 Nr. 1 HeizKV normierte Möglichkeit, die Abrechnung um 15 Prozent zu kürzen, soweit Wärme und Warmwasser nicht verbrauchsabhängig abgerechnet werden.

Verordnung der Bundesregierung über die Änderung der Heizkostenverordnung

EU-Energieeffizienzrichtlinie (EU-Richtlinie 2018/2002 vom 11.12.2018 zur Änderung der Richtlinie 2012/27/EU zur Energieeffizienz)

Heizkostenverordnung 2021 – Inkrafttreten

Nach dem Beschluss des Bundeskabinetts muss noch der Bundesrat der Novelle der Heizkostenverordnung zustimmen. Die kommende Sitzung der Länderkammer ist für den 17.9.2021 angesetzt. Nach der Zustimmung des Bundesrates wird die Verordnung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die Novelle der Heizkostenverordnung tritt dann am Tag nach der Verkündung in Kraft.

Novelle der Heizkostenverordnung - Erster Entwurf

Einen ersten Entwurf für eine Änderung der Heizkostenverordnung hatte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im März 2021 vorgelegt:

Referentenentwurf der Bundesregierung einer Verordnung über die Änderung der Heizkostenverordnung (Stand: 10.3.2021)

Zahlreiche Verbände haben zu dem Entwurf Stellung genommen. Die Stellungnahmen der Immobilienverbände sind nachfolgend verlinkt.

Stellungnahme des Verbandes der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV)

Stellungnahme des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA)

Stellungnahme von Haus & Grund Deutschland

Stellungnahme des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW)

Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Heiz- und Wasserkostenverteilung (Arge Heiwako)

Vonovia macht zweistelliges Gewinn-Plus

Ganz frisch sind die Zahlen von Vonovia für das erste Halbjahr 2021: Demnach hat der Dax-Konzern seinen Umsatz in den ersten sechs Monaten um 10 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreshalbjahr erhöht. Der Gewinn ist in diesem Zeitraum um 13 Prozent auf 765 Milliarden Euro gestiegen. Hauptgründe für diese Entwicklung: Auslandszukäufe und höhere Mieteinnahmen. Im Schnitt erhöhte sich die Miete für Vonovia-Wohnungen um 3,7 Prozent auf 7,29 Euro pro Quadratmeter gegenüber dem ersten Halbjahr 2020. In Deutschland bewirtschaftet der Immobilienriese 354.000 Wohnungen, was einem Marktanteil von 1,5 Prozent entspricht. Dieser soll sich durch die Übernahme von Deutsche Wohnen erhöhen – seit Donnerstag gibt es dafür das Go der BaFin. Aufgrund der guten Ergebnisse im ersten Halbjahr 2021 hat Vonovia die Gewinnprognose für das Gesamtjahr um 50 Millionen Euro nach oben korrigiert.

Miete: Nur vier Großstädte im empfohlenen Rahmen

Nicht mehr als ein Drittel des Nettoeinkommens sollte für die Miete ausgegeben werden, raten Wohnexperten. Focus.de hat mithilfe des Postbank Wohnatlas die Regionen in Deutschland identifiziert, wo das mit einem mittleren Einkommen für eine durchschnittliche 68 Quadratmeter Wohnung noch möglich ist. Ergebnis: In 188 von 401 Regionen geht das – Großstädte sind darunter nur vier. Und zwar Chemnitz, Hagen, Remscheid und Mülheim an der Ruhr mit durchschnittlich 31 bis 33 Prozent, die von einem mittleren Nettoeinkommen für die Miete gezahlt werden müssen. Der Rest der verhältnismäßig günstigen Wohnorte befindet sich ausschließlich in ländlichen Gebieten. Am günstigsten ist es in Höxter, wo 26 Prozent des dortigen durchschnittlichen Einkommens für eine 68 Quadratmeter große Wohnung ausreichen.

Weniger Zwangsversteigerungen von Immobilien

Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind bislang nicht ersichtlich – zumindest, wenn die Anzahl der Zwangsversteigerungen ein Gradmesser dafür ist: Im ersten Halbjahr 2021 wurden 6.432 Immobilien zwangsversteiget und damit 11 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus Recherchen des Fachverlags Argetra hervor. Beliebt sind Zwangsversteigerungen mehr denn je – und das nicht ohne Grund. „Zwangsversteigerungsobjekte werden vermehrt nachgefragt, weil auf dem normalen Markt kaum noch bezahlbare Immobilien zu finden sind“, schreiben die Experten. Im ersten Halbjahr 2021 wurden vor allem Ein- und Zweifamilienhäuser zwangsversteigert.

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Immobilienkauf: Frau entscheidet, Mann zahlt

Die Rollen beim Kauf einer Immobilie scheinen in Deutschland zumindest bei den Jüngeren klar verteilt: „Bei jüngeren Paaren ist die Frau die eigentlich treibende Kraft beim Immobilienkauf, selbst wenn sich der Mann anschließend um die Finanzen kümmert“, heißt es in einer Studie des Finanzdienstleisters Dr. Klein, für die 1000 private Immobilienkäufer befragt wurden. So klar scheinen die Rollen allerdings nicht in ganz Deutschland zu sein. In den neuen Bundesländern sind die finanziellen Einlagen nämlich ausgeglichen. Insgesamt bringen aber 63 Prozent der Männer den Großteil ein – keine Überraschung, denn der Mann verdient in den meisten Fällen immer noch mehr als die Frau. Insbesondere dann, wenn Nachwuchs ansteht. Denn die Frau nimmt nach wie vor meist die volle Elternzeit in Anspruch.

Heizöl immer teurer

2.000 Liter Heizöl kosten mittlerweile 1.392 Euro – das ist eine Steigerung um satte 81 Prozent gegenüber September 2020, wie das Vergleichsportal Check24 berechnet hat. Dazu kommt die CO₂-Abgabe auf Heizöl, durch die ein durchschnittlicher Haushalt derzeit 158 Euro mehr pro Jahr zahlt. Und es wird noch teurer. Denn ab 2022 soll die CO₂-Abgabe auf Heizöl und Gas um weitere 5 Euro pro Tonne CO₂ steigen – bis 2025 sollen dann 55 Euro pro Tonne CO₂ erreicht sein. Laut Check24 wird ein Musterhaushalt mit 20.000 Kilowatt Energieverbrauch für die Jahre 2021 bis 2026 allein 1.608 Euro an CO2-Abgabe für Öl zahlen. Gas ist zwar etwas günstiger, aber „mittel- und langfristig werden die Energieträger aufgrund der negativen Klimabilanz noch teurer“, sagt Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie bei Check24.

5-Jahresvergleich: Dickes Mietplus in Großstädten

Plus 42 Prozent in Berlin, noch einmal 24 Prozent mehr im teuren München – die Mieten sind seit 2016 rasant nach oben geschnellt. Zu diesem Ergebnis kommt immowelt in der Studie 80 Großstädte im 5-Jahresvergleich. Verteuert haben sich die Mieten in allen untersuchten Städten – in 34 davon sind die Mieten um mindestens 20 Prozent gegenüber 2016 gestiegen. Neben Berlin, wo der Quadratmeter 2021 12,80 Euro kostet, und München (19,20 Euro pro Quadratmeter) gilt das auch für Stuttgart (+ 27 Prozent auf 13,80 Euro) und vor allem für kleinere Großstädte wie Heilbronn (+38 Prozent auf 11 Euro), Hildesheim (+33 Prozent auf 7,60 Euro) und Offenbach (+30 Prozent auf 11,40 Euro). Zur Einordnung: Die Inflation betrug im gleichen Zeitraum 8 Prozent.

Nach Mietzahlung: 2 Millionen Menschen von Armut bedroht

Rund 13 Prozent aller Miethaushalte in Deutschland bleibt nach Abzug von Miete und Nebenkosten weniger als das Existenzminimum. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie der Berliner Humboldt-Universität. Unter den 2,1 Millionen betroffenen Menschen ist eine Bevölkerungsgruppe auffallend häufig vertreten. Demnach hat jedes vierte alleinerziehende Elternteil nach Zahlung der Mietkosten weniger Geld zur Verfügung als das für 2021 geltende jährliche Existenzminimum in Höhe von 9.744 Euro. Gleichzeitig verstärken die hohen Mietkosten in den Großstädten die wirtschaftliche Ungleichheit in Deutschland: Während Miethaushalte der höchsten Einkommensklasse vor Zahlung der Warmmiete 4,4-mal so viel Netto zur Verfügung haben wie die Mieter der niedrigsten Einkommensklasse, steigt der Faktor nach der Mietzahlung auf das 6,7-Fache.

Neue Wohnungen: Es tut sich was

Es gibt zu wenig Wohnungen in deutschen Großstädten– eine der Hauptursachen für die zuletzt stark gestiegenen Immobilienpreise und Mieten. In Frankfurt am Main beispielsweise ist das besser geworden: Dort konnte der Wohnungsbestand von 2016 auf 2020 um 6,2 Prozent vergrößert werden. Auch in Berlin hat sich in diesem Zeitraum etwas getan – in der Hauptstadt gibt es 3,5 Prozent mehr Wohnungen. Damit die Wohnungen auch wieder bezahlbar werden, will Berlin viel Geld in die Hand nehmen. Und zwar rund 2 Milliarden Euro. Dieser Betrag würde fällig werden, wenn der Berliner Senat wie geplant 20.000 Wohnungen von Vonovia und Deutsche Wohnen abkauft. Der Deal ist Teil der geplanten Fusion der beiden Wohnungskonzerne.

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Urteil: Mieter müssen Mängel melden

Das Landgericht Hanau hat entschieden, dass Mieter Mängel in der Wohnung beim Vermieter anzeigen müssen. Denn nur so hätte er die Möglichkeit, diese Mängel auch zu beseitigen – andernfalls könnten Folgekosten nicht automatisch dem Vermieter angelastet werden. Im konkreten Fall ging es um einen defekten Spülkasten, der einen deutlich erhöhten Wasserverbrauch verursacht hat. Der Vermieter hatte diesen Mehrverbrauch über die Nebenkostenabrechnung auf den Mieter umgelegt. Dieser weigerte sich zu zahlen und gab an, er hätte von dem Defekt nichts mitbekommen. Das konnte sich das Landgericht Hanau nicht vorstellen und gab dem Vermieter recht.

Zukunft der Innenstadt: Innovatoren sind gefragt

Vermieter, Kommunen und Forscher machen sich Sorgen um die Zukunft der Innenstädte: Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich der Trend hin zum Onlinehandel und gegen die klassische Einkaufszone noch einmal verstärkt. Wie man diesen Trend umkehren könnte, zeigt eine Studie im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit – hybride Einzelhandelsangebote und Pop-up-Straßenlokale sind Lösungsansätze. „Die Zukunft der Innenstädte wird mehr denn je von Innovatoren bestimmt, die Neues wagen, Bestehendes weiterdenken und dieses geschickt mit lokalen Gegebenheiten verknüpfen. Daher ist es von Relevanz, in Kommunen Innovation zu ermöglichen und zu fördern“, heißt es in der Studie, die Faz.net vorab vorliegt.

Baumaterialien sind knapp und teuer

Fast jede zweite Hochbaufirma in Deutschland hatte im Juni mit Nachschubproblemen bei Baustoffen zu kämpfen, wie eine Ifo-Umfrage ergab. Das verknappte Angebot schlägt sich auch in den Preisen nieder: Im Mai 2021 verteuerte sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Konstruktionsvollholz um 83,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat – auch die Kosten für Stahl, Kupfer und Kunststoffrohre sind deutlich gestiegen. Die Prognosen fallen unterschiedlich aus. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sehen erste Entlastungstendenzen. Das Bauunternehmen Otto Wulff dagegen spricht von einer weiterhin angespannten Situation. Zu einem deutlichen Ergebnis kommt die Ifo-Befragung: das Bauen wird wohl erst einmal noch teurer werden.

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Steuertricks bei Immobilien: Bundesregierung tappt im Dunkeln

Vor gut einem halben Jahr haben der Saarländische Rundfunk (SR) und Correctiv aufgedeckt, dass Investoren bei Wohnungen mit allen möglichen Steuertricks arbeiten und Mieten beispielsweise in der Karibik landen. Im Zuge dessen hat Die Linke eine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet und wollte wissen, wie häufig Konzerne mit überteuerten Krediten Gewinne ins Ausland verschieben, um so Steuern zu sparen. Dem SR liegt die Antwort vor. „Der Bundesregierung liegen hierzu keine Erkenntnisse vor“, heißt es vom Bundesfinanzministerium. Konkret ging es in dem Fall um zahlreiche Immobilien in deutschen Städten, für die sich Firmen gegenseitig Kredite mit hohen Zinsen gegeben haben. Die Folge: Hohe Kreditraten, die Mietgewinne wurden kleingerechnet und über mehrere Briefkastenfirmen bis in die Karibik weitergeschoben. Nach SR-Berechnungen sind dem Staat so bislang mehrere Millionen Euro an Steuergeldern entgangen.

Berlin: Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen erschwert

Nach einem Senatsbeschluss ist die gesamte Stadt Berlin jetzt als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt ausgewiesen – mit Folgen: Die Umwandlung von Mietwohnungen ab fünf Einheiten in Eigentumswohnungen ist künftig nur nach behördlicher Genehmigung möglich. Berlin setzt damit eine Ermächtigung um, die mit dem neuen Baulandmobilisierungsgesetz legitimiert ist. Das Gesetz soll den angespannten Wohnungsmarkt entlasten – als erstes umgesetzt hat es Hamburg. „Das Baulandmobilisierungsgesetz bietet große Chancen für mehr bezahlbaren Wohnraum, den wir in Hamburg dringend brauchen“, sagte Dr. Dorothee Stapelfeldt (SPD), Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, nach dem Senatsbeschluss am 13. Juli 2021. In der Hansestadt hat der Senat mit Hilfe des Gesetzes ein Baugebot erlassen, das gezielt den Wohnungsbau anordnet, falls nötig. In Planung ist in Hamburg derzeit ein ähnliches „Umwandlungsverbot“ wie in Berlin.

Urteil: Makler muss über Bonität eines Interessenten aufklären

Wenn Immobilienmakler Zweifel an der Zahlungsfähigkeit eines potenziellen Käufers haben, müssen sie das ihrem Auftragsgeber mitteilen. So hat das Landgericht Frankenthal entschieden. Im konkreten Fall war ein Makler von einem Eigentümer mit dem Verkauf einer Immobilie beauftragt worden und hatte bei einer Interessentin Zweifel an ihrer Solvenz – das teilte der Makler dem Verkäufer mit, der sich für den Verkauf an einen Dritten entschied. Die Interessentin hatte in der Zwischenzeit, angeblich auf Anraten des Maklers, bereits mit den Vorbereitungen für den Umzug begonnen und wollte für das Aus- und Wiedereinräumen der Wohnung 30.000 Euro vom Makler, der den Kauf zu Unrecht vereitelt habe. Die Klage wurde mit der Begründung abgewiesen, dass der Makler pflichtgemäß gehandelt habe und den Auftraggeber über die Bonität eines potenziellen Käufers aufklären müsse. Auch die eingeforderten Kosten bekommt die Klägerin nicht ersetzt, da noch kein Kaufvertrag zustande gekommen sei und die angesetzten 2.000 Arbeitsstunden für Umzugshelfer nicht nachvollziehbar seien.

Neuer Bürokomplex: Homeoffice-Feeling in Köln

Anm. d. Red.: Leider wurde der Artikel nach Versand des Morning Briefings entfernt – die Hintergründe entziehen sich unserer Kenntnis. Sobald der Artikel wieder online ist, teilen wir es hier mit.

Nach monatelangem Homeoffice zumindest teilweise zurück ins Büro – viele Arbeitnehmer freuen sich darauf. Die Annehmlichkeiten von Zuhause wollen sie aber auch nicht missen. Sie sind im Kölner Vorum genau richtig: Architekt Oliver Steinicke packt in den Bürokomplex einen Fitnessraum, einen Laden, der wie ein kleiner Marktplatz funktionieren soll, eine Eisdiele und will für Homeoffice-Flair sorgen. Etwas Geduld braucht es allerdings noch, bis der „Campus für Unternehmertum“ fertig ist. 2024 soll es soweit sein und der 20.000 Quadratmeter große Bürobau für insgesamt 800 Arbeitsplätze – alle mit modernster Technik ausgestattet – bezugsfertig sein.

3,8 Prozent: Inflation auf Rekordhoch

Die Inflation beziehungsweise der Verbraucherpreisindex (VPI) in Deutschland hat erstmals seit 13 Jahren die Drei-Prozent-Marke überschritten. Die Verbraucherpreise lagen im Juli um 3,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. In Verträgen wird der VPI oft verwendet, um Mieten entsprechend anheben zu können. Ursachen für die Inflationsrate seien höheren Energiepreise und die Rückkehr zu den alten Mehrwertsteuersätzen. Nach dem leichten Rückgang der Inflation auf 2,3 Prozent im Mai des laufenden Jahres kehrte sich der Trend damit wieder um. Volkswirte rechnen mit weiteren Preissprüngen in den kommenden Monaten.

Makler von Bestellerprinzip hart getroffen

Fünf Jahre nach Inkrafttreten des Bestellerprinzips bei Mietwohnungen legt die die Bundesregierung einen Bericht vor. Tenor: Das Gesetz funktioniere und entlaste wie gewünscht den Mieter. Er spare im Schnitt 2,4 Monatsmieten. Auf der anderen Seite fehlt dieses Geld den Maklern. Etwa 50 Prozent der für die Evaluation befragten Makler sprachen von Umsatzeinbußen von durchschnittlich 37 Prozent. Vor der Einführung des Bestellerprinzips bei der Vermittlung von Mietwohnungen brachten laut DIW knapp zwei Drittel (62 Prozent) der Vermieter ihre Wohnung über einen externen Makler an den Neumieter. Nach der Einführung sind es noch rund ein Drittel (35 Prozent).

Immobilienskandal? Gutachten belastet Markus Söders‘ Ex-Ministerium

Ist Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in einem Immobilienskandal verwickelt? Für die Dependance des Deutschen Museums in Nürnberg zahlt der Staat Bayern laut Opposition eine unverhältnismäßig hohe Miete. Sie wittert Vetternwirtschaft. Ein neues Gutachten stützt diese These und belastet damit auch den Ex-Finanzminister Markus Söder. Unter ihm kam der Mietvertrag zustande. Ministerien und Ämter wiegeln ab. Die CSU kontert mit dem Begriff „Gefälligkeitsgutachten“. Alles sei mehrfach geprüft und bewege sich im Bereich des Üblichen.

EEG-Umlage: Kommt doch eine Entlastung für Mieter?

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) haben den Bürgern Entlastungen beim Strompreis versprochen. „Die Abschaffung der EEG-Umlage kann dabei ein erster Schritt sein“, sagt Altmaier. Eine Familie könne aufs Jahr etwa 300 Euro sparen. In ihren Wahlprogrammen versprechen alle großen Parteien, die EEG-Umlage abzuschaffen oder zumindest zu senken. Altmaier sprach sich zudem dafür aus, Solardächer in Deutschland mit Investitionsvorschüssen oder einer „Duldungspflicht“ zu fördern.

Berlin: Grüne stellen Idee des Mietenschutzschirms vor

Die grüne Spitzenkandidatin fürs Berliner Bürgermeisteramt, Bettina Jarasch, hat die Idee des Mietenschutzschirms vorgestellt. „Wir wollen ein politisches Instrument bauen, das schneller und rechtsicherer wirksam werden kann als der Volksentscheid“. Teil der Idee: Ein Pakt zwischen dem Land Berlin und den Vermietern mit Pflichten und Rechten. Nur gemeinwohlorientierte Vermieter bekämen demnach noch städtische Grundstücke. Zu Verhandlungen zeigt sich Andreas Ibel, Präsident des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), durchaus bereit, aber er erkennt kein richtiges Angebot im Mietenschutzschirm. „Ein lösungsorientierter Dialog sollte nicht damit beginnen, dass man privaten Unternehmen mit Enteignung droht.“

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München: radikaler Weg zu bezahlbarem Wohnraum

Neben Berlin macht inzwischen auch München mit radikalen Ideen auf sich aufmerksam, wie Wohnen künftig bezahlbar gemacht werden kann. Der Stadtrat beschloss ein komplexes Punktesystem: Nur wer ausreichend Punkte sammelt, darf bauen. Punkte gibt es etwa für den Bau von Miet- und Sozialwohnungen – aber auch, wenn Grundstücke an die Stadt oder an Genossenschaften verkauft werden.
Wie die notwendige Punktzahl erreicht wird, ist flexibel. Möglich ist beispielsweise, von 100 geplanten Wohnungen 60 als Sozialwohnungen, 20 als normale Mietwohnungen und nur 20 als Eigentumswohnungen zu bauen. Die neuen Regelungen gelten allerdings nur für größere Wohngebiete, die komplett neu entwickelt werden und für die eigens ein neuer Bebauungsplan erstellt wird.

 

Dank Tesla: 81% Preissteigerung bei Immobilien

Tesla baut in Grünheide in der Nähe von Berlin eine neue Fabrik. Das hat Auswirkungen auf die Immobilienpreise in der Region in Brandenburg. In der Kleinstadt Erkner, Nachbar der Gemeinde Grünheide, stiegen die Kaufpreise innerhalb eines Jahres um 81 Prozent. Innerhalb von fünf Jahren um 175 Prozent.
Die Mieten stiegen ebenfalls, allerdings nur um 36 Prozent in fünf Jahren. Noch hat die Produktion im Tesla-Werk allerdings auch noch nicht begonnen. Neben den 40.000 Arbeitsplätzen, die in Grünheide entstehen sollen, trägt auch der Home-Office-Trend zu den steigenden Preisen bei.

IVD: Mieten günstiger als angenommen

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) erklärt, Mieten seien bezahlbarer als gedacht. Zu diesem Schluss kommen die Immobilienexperten nach Analyse des „Vierten Berichts der Bundesregierung über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland“. Im Jahr 2019 gaben Mieterhaushalte im Schnitt 28 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Wohnen aus und damit ein Prozentpunkt weniger als 2017.
Demnach seien nicht nur die Mieten, sondern auch die Einkommen im Schnitt gestiegen. „Obwohl die Menschen heute im Schnitt in größeren Wohnungen leben als früher, gibt es keinen Anstieg bei der Belastung der Haushalte“, sagte IVD-Präsident Michael Schick.

 

Deutschlands teuerstes Hochhaus entsteht in Frankfurt

1,4 Milliarden Euro kostet das teuerste Haus Deutschlands: Das Hochhaus T1 in der Frankfurter Banken-City hat sich die Allianz gemeinsam mit der bayerischen Versorgungskammer gesichert. Noch nie sei einzelnes Gebäude in Deutschland für mehr als eine Milliarde Euro verkauft worden. Ende 2024 oder Anfang 2025 soll es mit 233 Metern Höhe der dritthöchste Büroturm der Main-Metropole werden. Höher bleiben nur die Bürotürme Commerzbank Tower mit 259 Metern und der Messeturm mit 256,5 Metern.

Im Video: Deutschlands erstes 3D-Druck-Haus

Rund statt eckig. Deutschlands erstes Wohnhaus im 3D-Druck wurde bezogen, nun ist das erste TV-Team vor Ort gewesen und hat sich selbst vom Baustil des futuristischen, zweigeschossigen Gebäudes überzeugen können. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach spricht sich für solcherlei Projekte aus und wünscht sich künftig Schulen, Feuerwehrhäuser und Rathäuser aus dem 3D-Drucker. [Video 2:18 Min.]