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Sinkende Bauzinsen: Trendwende oder Momentaufnahme?

Teilweise sind wieder unter 4 Prozent Zinsen für Baufinanzierungen drin. Sinken die Bauzinsen jetzt dauerhaft oder ist das nur eine vorübergehende Entwicklung?
Experten gehen stark von einer Momentaufnahme aus, die sich mit dem Krieg im Gazastreifen und der damit verbundenen erhöhten Nachfrage nach sicheren Bundesanleihen erklären lässt. Dies lässt deren Zinsen sinken, was sich wiederum auf die Bauzinsen auswirkt. Den Experten zufolge werde sich die aktuell vorherrschende Nervosität aufgrund des Nahost-Konflikts aber schnell wieder legen und die Bauzinsen bis Jahresende tendenziell eher steigen. Immobilieninteressenten könnten also von der aktuellen Zinsdelle profitieren und in Kombination mit einem KfW-Programm wie zum Beispiel „Wohneigentum für Familien“ – mehr zu diesem Programm lesen Sie im immowelt Ratgeber – bares Geld sparen.

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Baugenehmigungen auf 10-Jahres-Tief

Die Baugenehmigungen für Wohnungen sind im September auf den niedrigsten Stand seit 10 Jahren gefallen – ein Minus von fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Noch schlimmer sieht die Entwicklung bei Ein- und Zweifamilienhäusern aus.
Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 51,9 Prozent weniger neue Zweifamilienhäuser genehmigt als im Vorjahreszeitraum. Bei Einfamilienhäusern liegt der Rückgang bei 38,4 Prozent.

Kirche auf Immobilienrendite angewiesen

Immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus –entsprechend fehlen Einnahmen aus der Kirchensteuer. Dieses Loch müssen nun Renditen aus Immobilieninvestments stopfen.
Die Investitionen laufen über einen Fonds, der Immobilieninvestments in den besten Lagen Deutschlands verwaltet und mit einem Volumen von 1,7 Milliarden prall gefüllt ist. Dieser Fonds – namentlich Aachener Grundfonds Nummer 1 – ist ausschließlich institutionellen Anlegern aus der katholischen Kirche vorbehalten. Und der muss zukünftig ordentlich Rendite abwerfen, denn Schätzungen zufolge werde sich die Kirschensteuer in den nächsten Jahren halbieren.

Makler-Mord: Tatverdächtiger in U-Haft

Vor rund zwei Monaten wurde ein Immobilienmakler in Görlitz ermordet in seiner Wohnung aufgefunden. Jetzt sitzt ein 29-Jähriger in U-Haft.
Ihm wird vorgeworfen, den 79-Jährigen Immobilienmakler Mitte September umgebracht zu haben. Das Motiv ist noch unklar. Der Verdächtige schweigt.

Vorerst keine Trendwende: Immobilienpreise sinken weiter

Die Stabilisierung des Immobilienmarkts lässt weiter auf sich warten. Das zeigen nun auch die neuesten Kaufpreiszahlen des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP).
Laut Berechnung der wichtigsten Immobilienfinanzierer sanken die Kaufpreise für Wohnimmobilien im dritten Quartal im Schnitt um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Damit gingen die Preise laut VDP bereits das fünfte Quartal in Folge zurück. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegt das Minus bei 6,3 Prozent. Das Kieler Institut für Wirtschaft (IfW) hatte in der vergangenen Woche ebenfalls sinkende Kaufpreise vermeldet. Auch der immowelt Preiskompass zeigt rückläufige Angebotspreise von Eigentumswohnungen im dritten Quartal. Am Mietmarkt verläuft die Entwicklung laut VDP-Daten dagegen in die entgegengesetzte Richtung. Demnach haben sich die Neuvertragsmieten im dritten Quartal binnen Jahresfrist um 5,8 Prozent erhöht. Der immowelt Mietkompass registriert allerdings zumindest im dritten Quartal eine leichte Abschwächung der Mietpreisdynamik.

 

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Umfrage: Das sind die attraktivsten Immobilien-Investmentstandorte in Europa

In einer aktuellen Untersuchung wurden europäische Immobilienprofis nach ihren Aussichten für den Markt befragt. Dabei votierten die Experten auch für die attraktivsten Immobilien-Investmentstandorte. Eine deutsche Stadt landete auf Platz 4.
Laut Befragung, die das Urban Land Institute (ULI) jährlich gemeinsam mit der Unternehmensberatung PwC unter etwa 1.100 europäischen Immobilienprofis durchführt, sind London, Paris und Madrid die attraktivsten Immobilien-Investmentstandorte. Auf dem 4. Platz folgt Berlin, während München und Frankfurt die Ränge 7 und 10 belegen. Während der Niedrigzinsphase standen deutsche Stände des Öfteren unter den Top 3. Die Befragung zeigt zudem, dass die Stimmung unter europäischen Immobilienprofis weiterhin gedämpft ist. Das Vertrauen in ein gutes Geschäftsklima sei zwar gegenüber 2022 etwas gestiegen, liege aber immer noch weit unter dem langfristigen Durchschnitt.

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Fossile Heizungen wieder gefragter

Der Wärmepumpen-Boom schwächt sich ab, während das Interesse an Öl- und Gasheizungen wächst. Das zeigen neue Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und des Handelsblatts.
Zwar stieg die Anzahl verkaufter Wärmepumpen laut BDH in den ersten neun Monaten des Jahres um 86 Prozent auf insgesamt 295.500 Stück. Allerdings hat sich das Wachstum im Vergleich zu den Vorquartalen zuletzt abgeschwächt. Das legt auch eine Berechnung der Verkaufszahlen für das dritte Quartal durch das Handelsblatt nahe: Demnach lag der Wärmepumpen-Marktanteil an den Neuverkäufen bei 26 Prozent und damit 3 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorquartals. Gasheizungen verzeichneten dagegen ein Plus von 5 Prozentpunkten und machten 63 Prozent aller verkauften Heizungen aus. Ölheizungen legten um 2 Prozentpunkte zu und erreichten einen Marktanteil an den Neuverkäufern von 9 Prozent.

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Nach Benko-Rückzug: So geht es bei Signa weiter

Die Signa-Immobiliengruppe steht vor großen wirtschaftlichen Problemen. Nach dem Ausstieg ihres Gründers René Benko will sich die Firma nun restrukturieren.
Bis Ende des Monats November will der als Sanierer der Signa-Gruppe bestellte Wirtschaftsprüfer Arndt Geiwitz einen entsprechenden Plan erarbeiten und präsentieren. Bei mehreren Bauprojekten der Immobilien-Gruppe wie dem Elbtower in Hamburg herrscht Stillstand. In Berlin entzog der Eigentümer des Galeria-Kaufhauses am Alexanderplatz Signa vergangene Woche zudem den Auftrag für die Umsetzung eines angrenzenden 32-geschossigen Hochhauses. Der Berliner Senat verkündete unterdessen, die Planungen für andere Bauprojekte der Signa-Gruppe in der Stadt dennoch weiterverfolgen zu wollen. Schließlich gehe es um wichtige Projekte zur Entwicklung der Berliner Zentren und zahlreiche Arbeitsplätze, wie der Sprecher der Berliner Bauverwaltung mitteilte.

Preisverfall: Weiter kein Ende in Sicht

Der Druck hält an. Nach den letzten Jahren des Booms muss sich der Markt auch weiter an die aktuellen Preiskorrekturen, die nur eine Richtung kennen, gewöhnen.
Des Kieler Institut für Wirtschaft (IfW) gab nun die aktuellen Verkaufszahlen und den Immobilienpreisindex Greiz für das dritte Quartal des Jahres bekannt. Demnach kennen die Preise weiter nur eine Richtung und die führt abwärts. Am stärksten zurück gingen die Preise für Mehrfamilienhäuser. Gegenüber dem zweiten Quartal sanken die Preise um 5,9 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar um 24 Prozent. Auch die Abschlusspreise für Einfamilienhäuser sind gegenüber dem zweiten Quartal um 3,2 Prozent gesunken. Ein Jahr vorher bekamen Verkäufer noch 12,1 Prozent mehr für ihr Haus. Bei Eigentumswohnungen konnten Verkäufer 1,5 Prozent niedrigere Preise im Vergleich zum Vorquartal und gegenüber dem Vorjahresquartal 10,5 Prozent weniger erzielen.
Aus der Untersuchung tatsächlicher Verkaufspreise, die dem Greiz zugrundliegen, geht hervor, dass die Preise in fast allen der 18 untersuchten deutschen Großstädte.

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Alte Heizungen verhindern Energiewende

Der Gebäudesektor ist für 30 Prozent des deutschen CO2-Ausstoßes verantwortlich. Ein Blick auf die Heizanlagen zeigt nun: Jede dritte ist über 20 Jahre alt. Mit dem Wunsch klimafreundlicher zu werden, verändert sich auch die Heizanlagen-Präferenz.
Eine Untersuchung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ergab, dass jede dritte deutsche Heizung älter als 20 Jahre, mehr als ein Fünftel sogar über 25 Jahre alt, ist. Im Schnitt sind die Heizanlagen heute 13,9 Jahre alt. Das ist allerdings 3 Jahre jünger als noch 2019. So sind laut BDEW Ölheizungen durchschnittlich 17,7 Jahre alt, Gaszentralheizungen 12,4 Jahre und alle anderen im Schnitt 12,6 Jahre alt.
Aus der Studie „Wie heizt Deutschland“ ging außerdem hervor, dass die Nachfrage hinsichtlich Gas- und Ölheizungen zurück geht, das Interesse an Wärmepumpen und Fernwärme aber ansteigt. Um die Energiewende zu schaffen, beschloss die Ampel-Regierung das neue Gebäudeenergiegesetz, das ab 2024 gelten soll. Damit verbunden ist auch die kommunale Wärmeplanung, die mit dem Ausbau von Fernwärmenetzen das Heizen in Deutschland klimafreundlicher machen soll.
Mehr zur Fernwärme und den Umstieg für Eigentümer lesen Sie hier.

Geldwäsche: Frankfurt bemüht sich um Sitz neuer EU-Behörde

Für die neue Anti-Geldwäsche-Behörde der EU (AMLA) wird ein Sitz gesucht. Die Konkurrenz ist groß, nach Frankfurt will man mit Geld und kurzen Wegen locken. Die Bewerbungsfrist endet heute.
Im Kampf um den Sitz der neuen Behörde ist die Konkurrenz groß: Paris, Madrid, Wien, Luxemburg, Dublin, Riga und Vilnius haben sich beworben und hoffen auf die Zusage. Finanzminister Lindner und die Stadt Frankfurt legen sich mächtig ins Zeug. Insgesamt 10 Millionen Euro Startgeld sollen zur Verfügung stehen und Frankfurt biete als Sitz vieler internationaler Banken, einschließlich der EZB, kurze Wege für die Mitarbeiter. Außerdem seien vor Ort eine Menge Fachleute, viele Büroräume und es gibt hervorragende Verkehrsanbindungen nach ganz Europa. Frankfurt bietet darüber hinaus viele Rechenzentren, die die nötige digitale Kapazität zur Verfügung stellen können.
Ob Deutschland, mit dem Ruf als Geldwäscheparadies, eine Chance hat, wird sich zeigen.

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Weitere Landesregierung macht Solardächer zur Pflicht

Der Landtag in Rheinland-Pfalz hat ein neues Solargesetz beschlossen. Ab 2024 ist eine Photovoltaik-Vorrichtung auf dem Dach bei neu gebauten Wohnimmobilien oder großen Dachsanierungen Pflicht.
Private Haushalte haben mit dem neuen Gesetz lediglich die Pflicht zum Einbau einer Vorrichtung, zum Beispiel Kabel oder Leerrohre, so sollen sie „PV-ready“ sein. Die Pflicht eine ganze PV-Anlage zu installieren, gibt es nicht. Das war dem Abgeordneten der FDP, Marco Weber, und der SPD-Abgeordneten Tamara Müller, angesichts der Kosten von etwa 15.000 Euro wichtig.
Mit dem Beschluss gibt es nun ein weiteres Bundesland mit einer Solardachpflicht. Ähnliche Regelungen gelten auch in Berlin, Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Niedersachsen, Hessen, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Thüringen und in Hamburg ab 2025.
Die Bundesregierung denkt bereits seit einiger Zeit über eine einheitliche Lösung nach.

Wo wohnt es sich besonders energieeffizient?

Für den Verkauf von Immobilien ist ein zunehmend wichtiger Faktor wie energieeffizient sie sind. Der Osten und Süden Deutschlands liegen laut einer aktuellen Analyse vorn.
Das geplante Heizungsgesetz, die Förderungen oder die EU-Sanierungspflicht: Energieeffiziente Gebäude sind gefragt; sanierungsbedürftige Häuser oft Ladenhüter. Geomap untersuchte nun von Januar 2018 bis Oktober 2023 eine Millionen Angebote und ermittelte, dass die Energieeffizienzklassen A+ bis D am häufigsten in Ost- und Süddeutschland vertreten sind. Die Liste wird angeführt vom thüringischen Suhl, dort liegt die Energieeffizienzrate bei 93 Prozent. Dicht darauf folgen Rostock (92,8 Prozent) und Cottbus mit einem Anteil von 92 Prozent.
Auch unter den 10 größten Städten liegt der Osten vorn: Leipzig führt hier mit 84,3 Prozent. Die teuerste deutsche Stadt München kann auch in Sachen Energieeffizienz punkten und erreicht, inklusive Landkreis, 74,9 Prozent. Im Mittelfeld landen unter anderem Berlin (66,1 Prozent), Köln (59,6 Prozent) und Hamburg (56,4 Prozent).

Mehr Wohnungslose durch den Ukrainekrieg

Durch den Ukrainekrieg ist die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland deutlich angestiegen. Vor allem gefährdet sind Geflüchtete und einkommensschwache Haushalte.
Berechnungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) zufolge ist die Zahl der Obdachlosen im letzten Jahr auf 447.000 Menschen in Folge des Ukrainekrieges gestiegen. Im Vorjahr waren es nur fast halb so viele. Von der Wohnungslosigkeit sind vor allem Geflüchtete aus der Ukraine sind betroffen. Bei den deutschen Wohnungslosen sieht die Arbeitsgemeinschaft einen Anstieg von 5 Prozent, bei nicht deutschen sogar 118 Prozent. Jene haben mehrheitlich noch nie einen Wohnsitz in Deutschland gehabt, als Hauptursache gilt Flucht. Für 57 Prozent deutscher Staatsbürger ist der Hauptgrund für Wohnungslosigkeit eine Kündigung. Darauf folgen mit 21 Prozent Miet- und Energieschulden, 20 Prozent geben als Grund Konflikte im Wohnumfeld und 16 Prozent Trennung oder Scheidung an.
Besonders gefährdet laut BAG W sind einkommensschwache Haushalte, die durch Inflation, steigende Kosten und Mieten die Haushalte zusätzlich belasten.

Bayern: Noch weniger neue Wohnungen

Einen weiter starken Einbruch der Baugenehmigungen verzeichnet Bayern für die ersten 9 Monate des Jahres.
In Bayern wurde laut dem Statistischen Landesamt in München der Bau von 42.740 Wohnungen neu genehmigt. Das entspricht einem Rückgang von knapp über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den ersten 6 Monaten des Jahres betrug das Minus noch rund 27 Prozent.
Noch höher ist der Rückgang bei den Genehmigungen von Ein- und Zweifamilienhäusern. Hier gingen die Zahlen um 35,7 Prozent und bei den Zweifamilienhäusern sogar um über die Hälfte (54 Prozent) zurück.
Der regionale Blick zeigt: Im Süden Bayerns werden noch mehr Genehmigungen erteilt als im Norden oder Osten des Bundeslandes.

Es steht fest: Benko gibt Führung ab

In den letzten Tagen wurde viel über einen Rückzug des Unternehmers René Benko aus der Signa Holding und seinem Imperium spekuliert. Nun gibt die Dachgesellschaft offiziell bekannt: Benko gibt den Vorsitz ab.
Sanierer Arndt Geiwitz übernimmt den Vorsitz des Gesellschafter-Komitees. In der jetzigen Situation und hinsichtlich der Schadensbegrenzung für das gesamte Unternehmen sei das das Beste, wird Benko zitiert. Weiterhin größter Gesellschafter bleibt die Familie Benko Privatstiftung.
Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass 2021 bereits Verluste eingefahren worden wären, dort kamen noch die hohen Immobilienpreise zu Hilfe. Insgesamt krankt das Imperium ebenfalls unter dem Anstieg der Baukosten, den hohen Zinsen und den Folgen daraus. Also sinkenden Immobilienbewertungen und nachlassendem Käuferinteresse.

Bau-Turbo-Pakt soll Bauvorhaben beschleunigen

Um das Bauen in Deutschland in der Planung, Entwicklung und für Bauherren zu erleichtern, einigten sich Bund und Länder nun auf einen „Beschleunigungspakt“.
Bauvorhaben sollen einfacher und schneller umgesetzt werden können. Im „Pakt für Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsbeschleunigung“ beschlossen Bundeskanzler Olaf Scholz und die 16 Länderchefs Maßnahmen, um zentralen Forderungen der Bau- und Immobilienwirtschaft zu begegnen. Die Zeiten zwischen Planung und Richtfest sollen mit diesem Vorhaben deutlich verkürzt werden. Teil des Beschleunigungspaktes sollen unter anderem aufeinander abgestimmte Bauordnungen und Baugenehmigungsprozesse sein. Erteilte Typengenehmigungen für das serielle und modulare Bauen sollen bundesweit Gültigkeit haben und eine Stellplatzpflicht bei Umbauten und Aufstockungen oder Ergänzungen im Wohnungsbestand entfallen. Neu ist außerdem: Kommt die Genehmigung vom Amt nicht innerhalb einer Frist, gilt das als Zustimmung.
Beim Landesbauministertreffen in 2 Wochen müssen den Worten nun Taten folgen, meldete sich der Baugewerbeverband ZDB zu Wort.

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Prävention: EZB ruft Banken zu Sorgfalt auf

Die EZB mahnt Banken im europäischen Raum Kreditrisiken zu minimieren. Kreditnehmer könnten durch die Baukrise und hohen Zinsen Schwierigkeiten haben ihre Schulden zurückzuzahlen.
Um den steigenden Abwärtsdruck auf Büro- und Hauspreise zu dämpfen, rief EZB-Chefbankenaufseher Andrea Enria die europäischen Banken dazu auf Mängel im Umgang mit Kreditrisiken zu prüfen und zu beheben. Besonders im Bereich von Immobilien-Engagements sollen Risiken in der Rückstellungspraxis und der Kapitalplanung einkalkuliert werden.
Der Hintergrund sind die enormen Preiskorrekturen durch die hohen Zinsen, die schon jetzt bei den Gewerbeimmobilien zu sehen sind. Auch die EZB selbst reagierte zuletzt: Nachdem der Leitzins zehnmal in Folge angehoben wurde, blieb er im Oktober aufgrund der mittlerweile sinkenden Inflation und schwächelnder Konjunktur auf gleichem Niveau.

Verkäufer halten sich auf dem Fonds-Zweitmarkt zurück

Knapp 10 Prozent Anteil machten Immobilienfonds beim Handel am Zweitmarkt im letzten Monat aus. Das ist zwar immer noch der größte Teil, doch Verkäufer zeigen sich zögerlich.
Wie die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG bekannt gab, halten sich nicht nur Verkäufer von Immobilien derzeit gern noch zurück. Bis der Markt in ein neues Gleichgewicht gefunden hat, gilt das wohl auch für Verkäufer von Immobilienfonds auf dem Zweitmarkt.
Trotzdem konnte die Fondsbörse den letzten Monat mit einem leichten Handels-Plus von 16,71 Millionen Euro abschließen. Der Jahresschnitt liegt bisher bei 15,81 Millionen Euro. In den Vormonaten verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 13,93 Millionen Euro und im August 14,72 Millionen Euro.
Für den gesamten Markt lag der Durchschnittskurs im Oktober bei 66,58 Prozent, 64,78 im September und 76,65 Prozent im August – der Jahresschnitt bisher bei 68,60 Prozent. Auch bei den Transaktionen befinden sich die Abschlüsse im Mittel: 362 im Oktober, 364 Transaktionen im September und 406 im August. Der bisherige Schnitt 2023 liegt bei 388, so die Fondsbörse.

Lohnt sich Energie-Autarkie finanziell?

Wissenschaftler untersuchten die Wirtschaftlichkeit energieautarker Einfamilienhäuser für die Gegenwart und die Zukunft.
Mehr als die Hälfte europäischer Einfamilienhäuser könnten laut der Studie durch Solarkapazität auf den Hausdächern theoretisch unabhängige Strom- und Wärmeversorgung haben. Besonders viel Potential hätten dafür vor allem Häuser im südeuropäischen Raum.
Die Karlsruher Wissenschaftler spielten Szenarien mit unterschiedlichen Haustypen und mit dem je optimalen Energiemix sowie zukünftige Szenarien durch. Mit dem Schluss: weder jetzt noch in der Zukunft ist die Selbstversorgung unabhängig von einem Stromnetz wirtschaftlich. Die Unabhängigkeit kommt dabei Liebhaberei gleich und sei nur in Einzelfällen finanziell mit Netzversorgung überhaupt auf einem Niveau.