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Immer die neusten Immo-News:

Die Schlösser, die niemand will: Warum pompöse Luxusbauten in Deutschland selbst zu Billigpreisen nicht verkauft werden

Das 1890 erbaute Haus Hartenfels, ehemaliger Landsitz des Stahlindustriellen Peter Klöckner.
picture alliance / blickwinkel/H. Blossey

Viele traditionsreiche Luxusschlösser stehen in Deutschland leer und finden selbst zu Billigpreisen keine Käufer. Das berichtet die „Wirtschaftswoche“.

Grund für das fehlende Kaufinteresse ist oft die Lage. Mal bremst die Nähe zur falschen Stadt das Interesse, mal die maue Telefon- und Internetverbindung auf dem Land.

Aber auch notwendige Sanierungen in Millionenhöhe und die strengen Vorschriften des Denkmalschutzes schrecken potenzielle Käufer ab.

Wohnen wie einst die preußische Königin – klingt erst mal wie ein Traum. Und man könnte meinen, dass traditionsreiche Luxusschlösser auch bei den Superreichen hoch im Kurs stehen. Die Domizile liegen meist fernab des städtischen Trubels im satten Grün und verfügen oft über eigenwillige Extras wie kleine Kapellen oder Ballsäle. Wie die „Wirtschaftswoche“ (WiWo) berichtet, finden sich für viele der Prunkbauten aber selbst zu Billigpreisen keine Käufer. Bei einigen bremst der Sanierungsbedarf das Interesse, andere stehen einfach am falschen Ort.

 

Berlin: Neuer Versuch für Mietendeckel

Diese Woche will der Senat in Berlin mit einem Beschluss die Grundlage für den Mietendeckel schaffen. Darin soll die Bundesregierung aufgefordert werden, Ländern und Kommunen Befugnisse bei der Deckelung von Mieten in angespannten Wohnungsmärkten einzuräumen. Hintergrund: Das Bundesverfassungsgericht hatte den Berliner Mietendeckel für nichtig erklärt, da die Länder beim Mietrecht keine Zuständigkeit haben.
Das soll sich nun ändern: Der Bund soll aufgefordert werden, eine Regelung im Bundesrecht aufzunehmen, die es Ländern und Kommunen mit angespannten Wohnungsmärkten ermöglicht, von den Regelungen des sozialen Mietrechts des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) abzuweichen.

Das sind die Folgen von Mietendeckel & Co.

Ob Mietendeckel, Mietpreisbremse, Milieuschutzverordnungen oder Baulandmobilisierungsgesetz – in Deutschland wurde viel versucht, um steigende Mieten einzudämmen. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) beleuchtet in einer Studie am Beispiel von Berlin, welche Auswirkungen die Eingriffe haben.
So habe der Analyse zufolge der Mietendeckel das Mietniveau abgesenkt, allerdings profitierten vorrangig überdurchschnittliche Einkommensschichten und bessere Wohnlagen. Zudem seien etwa 60 Prozent weniger Wohnungen zur Miete angeboten worden, was den Wettbewerb für Wohnungssuchende erheblich verschärft habe. Die ebenfalls steigende Entkoppelung von Kauf- und Mietpreisen mache Vermietungen oft unattraktiv. Welche Folgen die anderen Eingriffe haben, zeigt die Analyse von PwC.

Wohnungsnot bei Studenten

Hochschulen in Bayern bieten ab dem Herbstsemester wieder Präsenzvorlesungen an. Viele Studierende zieht es folglich wieder in Studentenstädte. Das verschärft die Wohnungsnot bei Studenten zunehmend – viele suchen verzweifelt eine Wohnung.
Zum kommenden Semester suchen nicht nur die Erstsemester in den Hochschulstädten nach einer neuen Wohnung. Auch viele Studenten, die während der Corona-Pandemie angefangen haben, zieht es nun verstärkt in die Nähe der eigenen Uni. Bisher war ein Umzug aufgrund von reinen Online-Vorlesungen oft nicht nötig. Die Wartelisten bei den Studentenwerken sind folglich lang. Auf den freien Wohnungsmärkten haben besonders Studenten mit geringem Budget kaum eine Chance. Eine Sparmöglichkeit könnte das Leben in einer WG sein, wie eine aktuelle immowelt Analyse zeigt.

So unterschiedlich ist der kommunale Wohnungsbau in Deutschland

Der kommunale Wohnungsbau wurde über viele Jahre hinweg vernachlässigt. In der Folge konnte das Angebot nicht mehr die Nachfrage bedienen. Inzwischen stocken aber zahlreiche Kommunen, ihre Wohnungsbestände wieder auf, wie eine Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) für 20 Städte zeigt. Spitzenreiter bei kommunalen Wohnungen ist mit großem Abstand Hamburg.
In der Hansestadt stehen über die Gesellschaft Saga mehr als 130.000 kommunale Wohnungen zur Verfügung. Ein anderes Bild zeigt sich in Landau in der Pfalz, wo gerade einmal knapp 300 Wohnungen in städtischer Hand sind. Eines haben alle Städte gemeinsam: Durch die steigenden Mieten beschäftigen sie sich stärker mit der Wohnungsmarktsituation sowie ihrer Wohnungspolitik, so die BBSR-Studie.

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Hauskauf: München 6-mal so teuer wie Magdeburg

Bei den Kaufpreisen von Wohnimmobilien gibt es deutschlandweit große Unterschiede. Das verdeutlicht auch die jüngste Untersuchung der Landesbausparkassen und Sparkassen (LBS). Ein freistehendes Einfamilienhaus kostet in Magdeburg 265.000 Euro, in München sind es hingegen 1,7 Millionen Euro. Das ist 6,41-mal so viel.
Auch unter den 14 deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern gibt es ein deutliches Preisgefälle, wie die Frühjahrsbefragung von Immobilienvermittlern zeigt. In Leipzig kosten gebrauchte Einfamilienhäuser 330.000 Euro, in Stuttgart und München mehr als eine Million Euro.

Also doch! Sinkende Immobilienpreise während Corona

Die Immobilienpreise in Bayern haben durch die Corona-Krise doch einen kurzen Preisdämpfer erfahren, wie die Auswertung des Immobilienmarktberichts des Oberen Gutachterausschusses für die Grundstückswerte im Freistaat zeigt. Bisher sind alle Experten immer von durchwegs steigenden Preisen während der Pandemie ausgegangen. Die Studie widerlegt dies nun.
So sind im vergangenen Jahr nicht nur die Verkaufszahlen von Wohnungen und Häusern eingebrochen, auch die Preise sind gefallen. Besonders im 2. Quartal 2020 registrieren die Gutachter deutliche Rückgänge bei den tatsächlich erzielten Verkaufspreisen. Am stärksten sanken die Preise in der Oberpfalz. Doch auch in den Großstädten oder beliebten Landkreisen wie Starnberg oder Freising kam es kurzfristig zu Preisverwerfungen. Die sinkenden Preise waren allerdings nicht von langer Dauer, denn in den kommenden Monaten stiegen sie wieder spürbar an.

Laune der Immobilienfinanzierer steigt weiter

Die Stimmung unter den Immobilienfinanzierern hellt sich immer weiter auf: Das BF.Quartalsbarometer steigt im fünften Quartal in Folge. Die Umfrage unter Experten wird regelmäßig vom Analyseunternehmen bulwiengesa durchgeführt. In der jüngsten Befragung sorgt vor allem das blühende Neukundengeschäft für gute Zahlen in den Büchern der Kreditgeber und verbreitet so eine positive Stimmung in der Branche.
Anhaltend niedrige Zinsen und weiter steigende Immobilienpreise sind zwei Zutaten, die bei den Immobilienfinanzierern für gute Laune sorgen. Zudem kristallisiert sich zusehends heraus, dass die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Immobilienmarkt nicht so schlimm ausfallen wie zunächst befürchtet.

Erbschaftssteuer zwingt private Erben zum Verkauf

Ein Mehrfamilienhaus in begehrter Lage in München erben? Finanziell wie ein Lottogewinn, sollte man meinen. Für einen Münchner Erben entwickelt sich die Immobilie allerdings nun zum Albtraum: Weil der Wert des Objekts vom Finanzamt auf 6,5 Millionen Euro taxiert wird, schickte es eine Rechnung über 945.000 Euro Erbschaftsteuer.
Weil er diese Summe nicht aufbringen kann, sieht sich der Erbe nun gezwungen, das Haus mit 14 Mietparteien zu verkaufen. Das Objekt ist seit über 100 Jahren im Familienbesitz. Der Fall zeigt exemplarisch ein Problem des deutschen Immobilienmarkts auf: Das Mietshaus wird nun wohl an einen finanzkräftigen Investor gehen. Dieser will schnell hohe Renditen sehen und daher wohl an der Preisschraube für die Mieter drehen. Kleinvermieter, denen zumeist mehr an einer guten Beziehung zu ihren Mietern und einer intakten Hausgemeinschaft gelegen ist, werden herausgedrängt.

Zwangsversteigerung-Urteil: Keine Courtage aus Verkaufserlös

Wird eine Immobilie zwangsversteigert, kann auch ein Makler beauftragt werden. Die Provision für die Dienstleistung des Maklers darf allerdings nicht automatisch aus dem Erlös der Versteigerung beglichen werden. Das hat das Oberlandesgericht Hamburg entschieden.
Im konkreten Fall hatte ein Kreditinstitut einen Makler für eine fixe Courtage beauftragt, um den Versteigerungswert eines Mehrparteienhauses möglichst zu erhöhen. Dies ist auch gelungen: Der Verkaufspreis des Objekts war deutlich höher als der geschätzte Verkehrswert. Die Bank behielt ihre Forderung sowie die Maklercourtage ein und zahlte dem Eigentümer den realisierten Gewinn aus. Dieser wehrte sich juristisch, da er den Makler nicht beauftragt hatte und bekam Recht: Die Courtage darf nicht vom Versteigerungserlös abgezogen werden.

30 Mrd. Euro für Opfer der Flutkatastrophe

Deutschland stellt 30 Milliarden Euro für die Opfer der Flutkatastrophe bereit. Der von der Bundesregierung bewilligte Wiederaufbaufonds soll helfen, die Schäden an Gebäuden und Infrastruktur zu bezahlen, die durch die Hochwasser Mitte Juli entstanden sind. Private Haushalte und Unternehmen können aus dem Fonds Mittel beantragen, die bis zu 80 Prozent der Schäden ausgleichen.
Mit 55 Prozent fließt das meiste Geld nach Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen bekommt weitere 44 Prozent. Auf diesen Verteilungsschlüssel einigten sich die Länder aufgrund der derzeit ermittelten Schadensschwerpunkte. Die Zustimmung für den Wiederaufbaufonds im Bundesrat steht derzeit noch aus.

Mietbremse in China

Die chinesische Regierung greift in den Wohnungsmarkt ein: Eine Mietpreisbremse soll vor allem in den Städten einen zu starken Anstieg der Preise verhindern. Erklärtes Ziel der Zentralregierung in Peking: Mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Starkes wirtschaftliches Wachstum gepaart mit Industrialisierung und Digitalisierung hatte im viertgrößten Land der Welt zuletzt für eine starke Urbanisierung gesorgt.
Die neue Regelung sieht nun vor, dass die Mieten nur noch maximal um 5 Prozent jährlich angehoben werden dürfen. Die zulässige Kaution wird außerdem auf eine Monatsmiete gedeckelt. Auch Makler und Vermittlungsplattformen, die stark überhöhte Preise von Wohnungssuchenden verlangen, sollen eingebremst werden.

Preise für Bauland auf Rekordniveau

Baureifer Boden kostet in Deutschland im Jahr 2020 im Mittel 199 Euro für den Quadratmeter. Vor zehn Jahren lag dieser Wert noch bei 130 Euro. Allerdings gibt es enorme Unterschiede: Wer in einer Großstadt Bauland kaufen möchte, muss durchschnittlich mit 1.200 Euro rechnen.
Die Preise stammen vom Statistischen Bundesamt und sie belegen auch, dass die Schere zwischen Stadt und Land auseinander driftet: In Gemeinden mit weniger als 2.000 Einwohnern kostet ein Quadratmeter bebaubares Land nur um die 70 Euro. Die hohen Preise für Grund und Boden gerade in urbanen Lagen sind neben den gestiegenen Baukosten einer der Gründe, warum sich Wohneigentum in Städten im letzten Jahrzehnt merklich verteuert hat.

Bundesländer setzen Umwandlungsverbot zögerlich um

Ende Juni trat als Teil des neuen Baulandmobilisierungsgesetz auch das Umwandlungsverbot in Kraft. Damit können Kommunen die Umwandlung von Miets- und Eigentumswohnungen genehmigungspflichtig machen und untersagen. Zwei Monate später zeigt sich: Die Länder setzten die notwendigen Verordnungen nicht um. Lediglich Berlin hat bisher konkrete Schritte unternommen.
Das Problem: Legen die Landesregierungen die Vorgaben per Rechtsverordnung nicht fest, gilt das Umwandlungsverbot schlicht nicht. Den Gemeinden sind juristisch die Hände gebunden.

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Gutachten: Enteignung von Immobilienkonzernen kostet zwischen 15 und 23 Mrd. Euro

Am 26. September stimmen die Berliner Bürger parallel zur Bundestagswahl auch über die Enteignungsinitiative von Immobilienkonzernen ab. Ein Expertengremium hat nun errechnet, was eine solche Enteignung kosten würde: Zwischen 14,5 und 22,8 Milliarden Euro kämen auf den Steuerzahler zu. Unter anderem für Entschädigungen, aber auch künftige Verwaltung und Instandhaltung der Liegenschaften. Allerdings ließen sich 17 Milliarden Euro über die kommenden 15 Jahren durch Mieteinnahmen refinanzieren.
Der von Experten errechnete Wert liegt somit weit von dem entfernt, was bisher an Kosten für die Enteignung kolportiert wurde: Die Initiatoren der Volksabstimmung hatten lediglich 8 Milliarden Euro angegeben. Der Senat hingegen kalkulierte mit 29 bis 39 Mrd. Euro.

Lohnerhöhungen in der Immobilienbranche

Neue Lohnrunde für Mitarbeiter der Immobilienbranche: Der Arbeitgeberverband der Deutschen Immobilienwirtschaft (AGV) einigte sich mit den Gewerkschaften ver.di und IG BAU auf einen neuen Tarifvertrag: Im November steigen die Gehälter um 2,9 Prozent, im Januar 2023 dann um neuerliche 2,1 Prozent.
Der AGV vertritt bundesweit rund 1.300 Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Damit gelten die Lohnanpassungen für etwa 64.000 Beschäftigte, die im Rahmen des Tarifvertrags bezahlt werden.

Emission von CO₂: Immobilienwirtschaft im Blindflug

Der Bau- und Gebäudesektor verursacht weltweit rund 40 Prozent des CO₂-Ausstoßes. Sollen die klimaschädlichen Emissionen insgesamt reduziert werden, muss auch die Immobilienwirtschaft anpacken. Das Problem: Über zwei Drittel der gewerblichen Immobilieneigentümer weiß überhaupt nicht, wie viel CO2 ihr Portfolio produziert.
Nur 28 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage unter 4.000 Immobilienexperten erklärten, über das produzierte Kohlendioxid bei Bau und Unterhalt ihrer Gebäude Buch zu führen. Das Problem: Was nicht gemessen wird, kann auch nicht verbessert werden. Die Klimaschutzziele der Europäischen Union für den Gebäudesektor sind so nur schwer zu erreichen.

Neu- statt Altbau: Immobilienkäufer ändern Präferenzen

Die große Bestandswohnung in städtischer Lage oder das Einfamilienhaus aus den 50ern mit üppigem Grundstück – das waren lange Jahre äußerst begehrte Objekte auf dem deutschen Immobilienmarkt. Weil Käufer bei gebrauchten Immobilien noch dazu Geld sparen konnten, schlugen hier viele zu. Doch die Präferenzen haben sich geändert: Viele Suchende möchten nur noch Neubauten.
Die Gründe dafür: Durch den Immobilienboom der letzten Jahrzehnte haben sich die Preise für Bestandsbauten fast an die Preise für Neubau angeglichen. Außerdem blicken angesichts gestiegener Heizkosten und Energiespargesetze viele Käufer genauer hin und schrecken bei oftmals schlechter gedämmten Bestandsobjekten zurück.

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Immobilienangebot in Deutschland schwindet

An Interessenten für einen Immobilienkauf mangelt es nicht in Deutschland. Viele haben aber das Gefühl, dass der Markt wie leergefegt ist. Eine Studie untermauert dies nun: Nur rund 277.000 Objekte wurden deutschlandweit im 1. Halbjahr 2021 zum Verkauf angeboten – das sind 41.000 Objekte weniger als im Vergleichszeitraum 2020.
Ein Grund für das geringe Angebot auf dem Markt ist auch, dass selbst verkaufswillige Eigentümer ihre Immobilie nicht abgeben, obwohl sie derzeit gutes Geld dafür bekämen. Weil aber andere Anlageformen wie Aktien oder Sparkonten derzeit weniger Rendite bringen, werden die Objekte lieber vermietet.

Berliner Mietendeckel: Angebot ging um 50 Prozent zurück

Der Berliner Mietendeckel hatte wie erwartet einen unerwünschten Nebeneffekt: Das Angebot an Mietwohnungen schrumpfte auf die Hälfte zusammen, während das Gesetz in Kraft war. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Mittlerweile ist der Mietendeckel Geschichte, da das Bundesverfassungsgericht im April entschied, dass dem Land Berlin die gesetzgeberische Kompetenz fehle, um ein solches Gesetz zu erlassen.
Die Forscher des IW fanden nun heraus, dass rund ein Drittel der Vermieter die durch den Deckel entgangene Miete vollumfänglich nachgefordert hat. Nur 6 Prozent der Vermieter forderten keinerlei Nachzahlungen.

Klimawandel ändert Lagefaktoren von Immobilien

Hitze, Trockenheit oder Überflutungen: Der Klimawandel sorgt auch auf dem Immobilienmarkt für Umwälzungen, weil sich die Risiken an unterschiedlichen Immobilienstandorten verändern. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBSR) pflegt eine Übersicht mit dem konkreten Gefährdungspotenzial von Marko-Lagen.
Diese neuen, veränderten Lagefaktoren könnten auch einen Einfluss auf die Preise von Immobilien haben. Vor allem Großstädte und Metropolen sind potenziell gefährdete Lagen: Die hohe Flächenversiegelung sorgt für Hitze im Sommer und Überflutungsgefahr bei Starkregen.

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Hamburger Bestand an Sozialwohnungen geht dahin

Hamburg gilt gemeinhin als Musterbeispiel, wie Mieten dank viel sozialem Wohnungsbau niedrig gehalten werden können. Eine Anfrage der Linken im Senat zeigt aber nun: Derzeit fallen genauso viele Objekte jährlich aus der Bindung wie neu gebaut werden. Der Bestand an Sozialwohnungen stagniert derzeit.
Und die Tendenz zeigt eine klare Richtung: Wenn Hamburg nicht zulegt beim sozialen Wohnungsbau, dann wird es in den kommenden Jahren viele der 77.000 geförderten Wohnungen einbüßen, denn die Zahl an Wohnungen, die aus der Bindung fallen, wächst jedes Jahr an. Unterdessen werden derzeit aber nur jährlich 3.000 statt der angepeilten 10.000 Sozialwohnungen fertiggestellt. Brisant: SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz verweist im Wahlkampf gerne auf seine gelungene Wohnungspolitik als Hamburger Bürgermeister (2011 bis 2018).

Mieten steigen stärker als Kaufpreise

In Deutschland steigen die Mieten, und zwar um 1,1 Prozent im Vergleich der ersten beiden Quartale 2021. Zwar wurden die Märkte zwischenzeitlich durch Corona entlastet, weil die Nachfrage sank, doch nun folgen Nachholeffekte. Bei Kaufpreisen sieht es anders aus.
Zwar steigen auch die Preise für Eigentumsimmobilien, doch weniger stark als die Mieten. Wohnungen verteuerten sich um 1,0 Prozent, Häuser um 0,4 Prozent. Für die Analysten des Forschungsinstituts F+B ist diese Entwicklung neu, von einer Trendumkehr auf den deutschen Immobilienmärkten sprechen sie aber nicht.

Automatisierung auch eine Lösung für Makler?

Auch in der Immobilienbranche herrscht Fachkräftemangel. Die Arbeit könnten stattdessen KI und Algorithmen übernehmen. Dieser Meinung sind immerhin 47 Prozent der Befragte einer Digitalisierungsstudie von EY Real Estate und dem Zentralen Immobilien Ausschuss. Für die Automatisierung sind einige Unternehmensbereiche besser geeignet als andere.
Das größte Potenzial sehen die Befragten in der Rechnungsverarbeitung und der Verwaltung des Zahlungsverkehrs, weniger bei der Vermarktung oder bei der Bauausführung.

Baufinanzierungssummen steigen

Bauherren lassen immer größere Summen finanzieren. Im Juli nahmen sie im Schnitt Darlehen in Höhe von 308.000 Euro auf. Das sind 17.000 Euro mehr als im Vorjahr. Die monatliche Standardrate liegt bei 399 Euro.
Der durchschnittliche Beleihungsauslauf liegt bei 83,8 Prozent. Dieser Wert gibt an, welchen Anteil der Kredit am Kaufpreis hat, von dem allerdings ein Sicherheitsabschlag von zehn Prozent abgezogen wurde.

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Hamburg beschließt eigene Grundsteuer

Die Bodenwerte in Hamburg steigen stark an. Ein Grundsteuermodell auf Basis aktueller Immobilienwerte würde für Mieter, aber auch für Eigentümer in einigen Gegenden zu hohen Mehrausgaben führen. Deswegen wurde in Hamburg nun ein anderes Modell beschlossen.
Die Grundsteuer in Hamburg geht von der Flächengröße aus, als weiterer Faktor dient das Wohnlagenverzeichnis, bei dem es nur zwei Kategorien gibt: normal und gut. Basisgrößen sind 50 Cent pro Quadratmeter Gebäudefläche und 4 Cent pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Für Wohnflächen gibt es einen Abschlag von 30 Prozent, die Steuer für denkmalgeschützte Gebäude oder Wohngebäude mit öffentlich gefördertem Wohnraum ist noch günstiger.

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Hartz-IV-Empfänger müssen Mietzuschuss zahlen

Normalerweise zahlt das Jobcenter die Miete von Hartz-IV-Empfängern. Reicht die Pauschale allerdings nicht aus, müssen sie selbst die Differenz aus ihrem Regelsatz begleichen. Das ist in Bayern bei etwa jedem fünften Hartz-IV-Haushalt der Fall.
Die Höhe des durchschnittlichen Zuschusses betrug im Jahr 2020 105 Euro, im Jahr 2011 lag er bei 51 Euro.

Das Ende des Immobilienbooms: Experten erwarten fallende Preise

Immobilienexperten der Deutschen Bank kommen in einer Studie zum Schluss, dass in einigen Regionen Deutschlands die Preise bald sinken werden. Dazu gehören etwa Hamburg, Bremen und München. In Berlin dagegen werden die Preise auch langfristig noch weiter steigen.
In einigen Städten erwarten die Experten mittelfristig steigende Preise, ab 2027 aber ein Ende des Booms. Dazu gehören beispielsweise Frankfurt oder Stuttgart. Für ihre Studie sahen sich die Experten vergangene Preisentwicklungen an und rechneten Faktoren wie die Einwohnerentwicklung mit ein.

Steigende Preise im Umland kleiner Großstädte

In vielen Städten ist das Umland mittlerweile beliebter als die Stadt selbst. Das gilt nicht nur für Metropolen, sondern auch für kleinere Städte wie Kiel, Bonn, Magdeburg oder Freiburg. Außerdem werden Teile Ostdeutschlands immer beliebter. Das gilt für Küstenregionen, aber auch für Städte wie Görlitz oder Plauen.
Die Auswertung stammt vom Immobilienentwickler BDP und dem Beratungsunternehmen Bulwiengesa. Untersucht wurden Bautätigkeit, Wohnungsbestände, die Bevölkerungsentwicklung und die Nachfrage nach Immobilien.

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Bundesregierung irrt bei Versicherungspflicht gegen Elementarschäden

Die Hochwasserkatstrophe in Deutschland traf viele Menschen unvorbereitet und viele Eigentümer ohne Versicherungsschutz. Nun werden Forderungen nach einer Elementarschadenversicherung laut. Die aktuellen Gespräche der Politik gehen aber in eine falsche Richtung, so eine Analyse des ifo-Instituts. Eine Pflichtversicherung mit Einheitswert würde nichts verändern.
Eine Versicherungspflicht, bei der die Höhe des Beitrags vom allgemeinen Risiko abhängt, hätte zwei Folgen: Katastrophenschäden wären besser abgedeckt und die Kosten dafür trügen schwerpunktmäßig jene, die ein erhöhtes Risiko eingehen. Das würde möglicherweise dazu führen, dass weniger Menschen einen Bau in beispielsweise Überschwemmungsgebieten riskieren würden. Eine Versicherungspflicht mit Einheitsbeitrag für alle wäre dagegen lediglich eine Art Gebäudesteuer, bei der Schäden von allen – nämlich Eigentümern und Mietern – gleichermaßen gezahlt werden müssten. So ähnlich läuft das bereits heute, wenn Schäden aus öffentlich finanzierten Töpfen ausgeglichen werden.

Bauzinsen leicht gesunken

Nachdem Bau- und Immobilienzinsen im zweiten Quartal 2021 leicht gestiegen waren, sind sie nun wieder gesunken. Ende Juni lag das beste Zinsangebot bei einer zehnjährigen Zinsbindung im Schnitt bei 0,71 Prozent, Mitte Juli waren es nur noch 0,56 Prozent. Bei einer 15-jährigen Zinsbindung sank der Zins von 1,07 Prozent auf 0,88 Prozent.
Auch wenn die Zinsen zuletzt wieder sanken: Der absolute Tiefstwert, der Anfang 2021 notiert wurde, wird noch nicht wieder erreicht. Damals betrugen die günstigsten Zinsen für Baukredite mit zehnjähriger Bindung im Schnitt nur 0,4 Prozent.

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Novelle der Heizkostenverordnung beschlossen

News 17.08.2021 Heizkostenabrechnung
 
Heizkostenverordnung 2021 – Novelle der Heizkostenverordnung

Die Novelle der Heizkostenverordnung ist vom Bundeskabinett beschlossen worden. Im Kern der Neuregelung stehen die Fernablesbarkeit der Messgeräte sowie mehr Informationen für die Nutzer.

Das Bundeskabinett eine Verordnung zur Novelle der Heizkostenverordnung beschlossen. Mit der Änderungsverordnung werden Vorgaben der EU-Energieeffizienzrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Eigentlich hätte dies schon bis zum 25.10.2020 stattfinden müssen.

Heizkostenverordnung 2021 – Diese Änderungen kommen:

Fernablesbarkeit von Messgeräten

Messtechnische Ausstattungen zur Verbrauchserfassung (Zähler, Heizkostenverteiler), die nach dem Inkrafttreten der Änderungen eingebaut werden, müssen fernablesbar sein. Dabei werden Walk-by- und Drive-by-Technologien als fernablesbar definiert. Das Erfordernis der Fernablesbarkeit besteht nicht, wenn nur ein einzelnes Gerät ausgetauscht wird, das Teil eines Gesamtsystems aus im Übrigen nicht fernablesbaren Zählern ist.

Vorhandene Messgeräte, die nicht fernablesbar sind, müssen bis Ende 2026 mit der Funktion der Fernablesbarkeit nachgerüstet oder durch fernablesbare Geräte ersetzt werden. Eine Ausnahme gilt, wenn dies im Einzelfall wegen besonderer Umstände technisch nicht möglich ist oder durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen würde.

Interoperabilität von Geräten zur Verbrauchserfassung

Neu eingebaute fernablesbare Messgeräte oder entsprechend nachgerüstete Systeme müssen mit den Systemen anderer Anbieter interoperabel sein. Dies bedeutet, dass die verschiedenen Ausstattungen in der Lage sind, Daten beziehungsweise Informationen miteinander auszutauschen. Die Interoperabilität muss bei solchen Geräten gewährleistet sein, die frühestens ein Jahr nach Inkrafttreten der Novelle eingebaut werden.

Die Anforderung der Interoperabilität geht unter anderem auf eine Empfehlung des Bundeskartellamts zur Stärkung des Wettbewerbs im Bereich des Submeterings durch Vereinfachung eines Wechsels des Messdienstleisters zurück. Technische Vorgaben, um Interoperabilität, Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleisten, soll das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik entwickeln.

Anbindbarkeit an Smart-Meter-Gateway

Fernablesbare Ausstattungen zur Verbrauchserfassung, die ein Jahr nach Inkrafttreten der geänderten Heizkostenverordnung oder später installiert werden, müssen nicht nur interoperabel sein, sondern auch sicher an ein Smart-Meter-Gateway nach dem Messstellenbetriebsgesetz angebunden werden können. Für bis dahin bereits installierte fernablesbare Ausstattungen gilt eine Übergangsfrist zur Nachrüstung bis Ende 2031.

Neue Mitteilungs- und Informationspflichten

Neben Um- beziehungsweise Nachrüstpflichten sieht die Verordnung auch neue Mitteilungs- und Informationspflichten vor. So müssen Gebäudeeigentümer, in deren Objekten fernablesbare Messgeräte installiert sind, den Nutzern bis Ende 2021 regelmäßig Abrechnungs- oder Verbrauchsinformationen mitteilen; ab 2022 wird eine monatliche Mitteilung verpflichtend. Der erste Entwurf hatte noch eine auf die Heizperiode beschränkte Informationspflicht vorgesehen.

Mitteilen der Informationen bedeutet der Begründung der Verordnung zufolge, dass die Information den Nutzer unmittelbar erreicht, ohne dass er sie suchen muss. Dies könne in Papierform oder elektronisch, etwa per E-Mail, geschehen. Auch die Möglichkeit, die Nutzer über ein Webportal oder eine App zu informieren wird genannt, jedoch müssten die Nutzer dann jeweils darüber unterrichtet werden, dass neue Informationen verfügbar sind; anderenfalls handle es sich nicht um ein „Mitteilen“, sondern lediglich um ein „Zurverfügungstellen“.

Außerdem werden Gebäudeeigentümer verpflichtet, den Nutzern mit den Abrechnungen zusätzliche Informationen zur Verfügung stellen, wie Informationen über den Brennstoffmix, eine Erläuterung der erhobenen Steuern und Abgaben sowie ein Vergleich des gegenwärtigen Energieverbrauchs des jeweiligen Nutzers mit dem Verbrauch im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Kürzungsrecht der Nutzer bei Verstößen des Gebäudeeigentümers

Die Verordnung sieht eine Sanktion für die Verletzung der neu eingeführten Installationspflichten sowie der neuen Informationspflichten vor. Die Nutzer können den auf sie entfallenden Kostenanteil um drei Prozent kürzen, wenn der Gebäudeeigentümer pflichtwidrig keine fernablesbaren Geräte installiert oder seinen Informationspflichten nicht nachkommt. Bei mehreren Pflichtverstößen summieren sich die Kürzungsrechte.

Unberührt von der Neuregelung bleibt die in § 12 Abs. 1 Nr. 1 HeizKV normierte Möglichkeit, die Abrechnung um 15 Prozent zu kürzen, soweit Wärme und Warmwasser nicht verbrauchsabhängig abgerechnet werden.

Verordnung der Bundesregierung über die Änderung der Heizkostenverordnung

EU-Energieeffizienzrichtlinie (EU-Richtlinie 2018/2002 vom 11.12.2018 zur Änderung der Richtlinie 2012/27/EU zur Energieeffizienz)

Heizkostenverordnung 2021 – Inkrafttreten

Nach dem Beschluss des Bundeskabinetts muss noch der Bundesrat der Novelle der Heizkostenverordnung zustimmen. Die kommende Sitzung der Länderkammer ist für den 17.9.2021 angesetzt. Nach der Zustimmung des Bundesrates wird die Verordnung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die Novelle der Heizkostenverordnung tritt dann am Tag nach der Verkündung in Kraft.

Novelle der Heizkostenverordnung - Erster Entwurf

Einen ersten Entwurf für eine Änderung der Heizkostenverordnung hatte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im März 2021 vorgelegt:

Referentenentwurf der Bundesregierung einer Verordnung über die Änderung der Heizkostenverordnung (Stand: 10.3.2021)

Zahlreiche Verbände haben zu dem Entwurf Stellung genommen. Die Stellungnahmen der Immobilienverbände sind nachfolgend verlinkt.

Stellungnahme des Verbandes der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV)

Stellungnahme des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA)

Stellungnahme von Haus & Grund Deutschland

Stellungnahme des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW)

Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Heiz- und Wasserkostenverteilung (Arge Heiwako)

Vonovia macht zweistelliges Gewinn-Plus

Ganz frisch sind die Zahlen von Vonovia für das erste Halbjahr 2021: Demnach hat der Dax-Konzern seinen Umsatz in den ersten sechs Monaten um 10 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreshalbjahr erhöht. Der Gewinn ist in diesem Zeitraum um 13 Prozent auf 765 Milliarden Euro gestiegen. Hauptgründe für diese Entwicklung: Auslandszukäufe und höhere Mieteinnahmen. Im Schnitt erhöhte sich die Miete für Vonovia-Wohnungen um 3,7 Prozent auf 7,29 Euro pro Quadratmeter gegenüber dem ersten Halbjahr 2020. In Deutschland bewirtschaftet der Immobilienriese 354.000 Wohnungen, was einem Marktanteil von 1,5 Prozent entspricht. Dieser soll sich durch die Übernahme von Deutsche Wohnen erhöhen – seit Donnerstag gibt es dafür das Go der BaFin. Aufgrund der guten Ergebnisse im ersten Halbjahr 2021 hat Vonovia die Gewinnprognose für das Gesamtjahr um 50 Millionen Euro nach oben korrigiert.

Miete: Nur vier Großstädte im empfohlenen Rahmen

Nicht mehr als ein Drittel des Nettoeinkommens sollte für die Miete ausgegeben werden, raten Wohnexperten. Focus.de hat mithilfe des Postbank Wohnatlas die Regionen in Deutschland identifiziert, wo das mit einem mittleren Einkommen für eine durchschnittliche 68 Quadratmeter Wohnung noch möglich ist. Ergebnis: In 188 von 401 Regionen geht das – Großstädte sind darunter nur vier. Und zwar Chemnitz, Hagen, Remscheid und Mülheim an der Ruhr mit durchschnittlich 31 bis 33 Prozent, die von einem mittleren Nettoeinkommen für die Miete gezahlt werden müssen. Der Rest der verhältnismäßig günstigen Wohnorte befindet sich ausschließlich in ländlichen Gebieten. Am günstigsten ist es in Höxter, wo 26 Prozent des dortigen durchschnittlichen Einkommens für eine 68 Quadratmeter große Wohnung ausreichen.

Weniger Zwangsversteigerungen von Immobilien

Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind bislang nicht ersichtlich – zumindest, wenn die Anzahl der Zwangsversteigerungen ein Gradmesser dafür ist: Im ersten Halbjahr 2021 wurden 6.432 Immobilien zwangsversteiget und damit 11 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus Recherchen des Fachverlags Argetra hervor. Beliebt sind Zwangsversteigerungen mehr denn je – und das nicht ohne Grund. „Zwangsversteigerungsobjekte werden vermehrt nachgefragt, weil auf dem normalen Markt kaum noch bezahlbare Immobilien zu finden sind“, schreiben die Experten. Im ersten Halbjahr 2021 wurden vor allem Ein- und Zweifamilienhäuser zwangsversteigert.

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Immobilienkauf: Frau entscheidet, Mann zahlt

Die Rollen beim Kauf einer Immobilie scheinen in Deutschland zumindest bei den Jüngeren klar verteilt: „Bei jüngeren Paaren ist die Frau die eigentlich treibende Kraft beim Immobilienkauf, selbst wenn sich der Mann anschließend um die Finanzen kümmert“, heißt es in einer Studie des Finanzdienstleisters Dr. Klein, für die 1000 private Immobilienkäufer befragt wurden. So klar scheinen die Rollen allerdings nicht in ganz Deutschland zu sein. In den neuen Bundesländern sind die finanziellen Einlagen nämlich ausgeglichen. Insgesamt bringen aber 63 Prozent der Männer den Großteil ein – keine Überraschung, denn der Mann verdient in den meisten Fällen immer noch mehr als die Frau. Insbesondere dann, wenn Nachwuchs ansteht. Denn die Frau nimmt nach wie vor meist die volle Elternzeit in Anspruch.

Heizöl immer teurer

2.000 Liter Heizöl kosten mittlerweile 1.392 Euro – das ist eine Steigerung um satte 81 Prozent gegenüber September 2020, wie das Vergleichsportal Check24 berechnet hat. Dazu kommt die CO₂-Abgabe auf Heizöl, durch die ein durchschnittlicher Haushalt derzeit 158 Euro mehr pro Jahr zahlt. Und es wird noch teurer. Denn ab 2022 soll die CO₂-Abgabe auf Heizöl und Gas um weitere 5 Euro pro Tonne CO₂ steigen – bis 2025 sollen dann 55 Euro pro Tonne CO₂ erreicht sein. Laut Check24 wird ein Musterhaushalt mit 20.000 Kilowatt Energieverbrauch für die Jahre 2021 bis 2026 allein 1.608 Euro an CO2-Abgabe für Öl zahlen. Gas ist zwar etwas günstiger, aber „mittel- und langfristig werden die Energieträger aufgrund der negativen Klimabilanz noch teurer“, sagt Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie bei Check24.

5-Jahresvergleich: Dickes Mietplus in Großstädten

Plus 42 Prozent in Berlin, noch einmal 24 Prozent mehr im teuren München – die Mieten sind seit 2016 rasant nach oben geschnellt. Zu diesem Ergebnis kommt immowelt in der Studie 80 Großstädte im 5-Jahresvergleich. Verteuert haben sich die Mieten in allen untersuchten Städten – in 34 davon sind die Mieten um mindestens 20 Prozent gegenüber 2016 gestiegen. Neben Berlin, wo der Quadratmeter 2021 12,80 Euro kostet, und München (19,20 Euro pro Quadratmeter) gilt das auch für Stuttgart (+ 27 Prozent auf 13,80 Euro) und vor allem für kleinere Großstädte wie Heilbronn (+38 Prozent auf 11 Euro), Hildesheim (+33 Prozent auf 7,60 Euro) und Offenbach (+30 Prozent auf 11,40 Euro). Zur Einordnung: Die Inflation betrug im gleichen Zeitraum 8 Prozent.

Nach Mietzahlung: 2 Millionen Menschen von Armut bedroht

Rund 13 Prozent aller Miethaushalte in Deutschland bleibt nach Abzug von Miete und Nebenkosten weniger als das Existenzminimum. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie der Berliner Humboldt-Universität. Unter den 2,1 Millionen betroffenen Menschen ist eine Bevölkerungsgruppe auffallend häufig vertreten. Demnach hat jedes vierte alleinerziehende Elternteil nach Zahlung der Mietkosten weniger Geld zur Verfügung als das für 2021 geltende jährliche Existenzminimum in Höhe von 9.744 Euro. Gleichzeitig verstärken die hohen Mietkosten in den Großstädten die wirtschaftliche Ungleichheit in Deutschland: Während Miethaushalte der höchsten Einkommensklasse vor Zahlung der Warmmiete 4,4-mal so viel Netto zur Verfügung haben wie die Mieter der niedrigsten Einkommensklasse, steigt der Faktor nach der Mietzahlung auf das 6,7-Fache.

Neue Wohnungen: Es tut sich was

Es gibt zu wenig Wohnungen in deutschen Großstädten– eine der Hauptursachen für die zuletzt stark gestiegenen Immobilienpreise und Mieten. In Frankfurt am Main beispielsweise ist das besser geworden: Dort konnte der Wohnungsbestand von 2016 auf 2020 um 6,2 Prozent vergrößert werden. Auch in Berlin hat sich in diesem Zeitraum etwas getan – in der Hauptstadt gibt es 3,5 Prozent mehr Wohnungen. Damit die Wohnungen auch wieder bezahlbar werden, will Berlin viel Geld in die Hand nehmen. Und zwar rund 2 Milliarden Euro. Dieser Betrag würde fällig werden, wenn der Berliner Senat wie geplant 20.000 Wohnungen von Vonovia und Deutsche Wohnen abkauft. Der Deal ist Teil der geplanten Fusion der beiden Wohnungskonzerne.

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Urteil: Mieter müssen Mängel melden

Das Landgericht Hanau hat entschieden, dass Mieter Mängel in der Wohnung beim Vermieter anzeigen müssen. Denn nur so hätte er die Möglichkeit, diese Mängel auch zu beseitigen – andernfalls könnten Folgekosten nicht automatisch dem Vermieter angelastet werden. Im konkreten Fall ging es um einen defekten Spülkasten, der einen deutlich erhöhten Wasserverbrauch verursacht hat. Der Vermieter hatte diesen Mehrverbrauch über die Nebenkostenabrechnung auf den Mieter umgelegt. Dieser weigerte sich zu zahlen und gab an, er hätte von dem Defekt nichts mitbekommen. Das konnte sich das Landgericht Hanau nicht vorstellen und gab dem Vermieter recht.

Zukunft der Innenstadt: Innovatoren sind gefragt

Vermieter, Kommunen und Forscher machen sich Sorgen um die Zukunft der Innenstädte: Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich der Trend hin zum Onlinehandel und gegen die klassische Einkaufszone noch einmal verstärkt. Wie man diesen Trend umkehren könnte, zeigt eine Studie im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit – hybride Einzelhandelsangebote und Pop-up-Straßenlokale sind Lösungsansätze. „Die Zukunft der Innenstädte wird mehr denn je von Innovatoren bestimmt, die Neues wagen, Bestehendes weiterdenken und dieses geschickt mit lokalen Gegebenheiten verknüpfen. Daher ist es von Relevanz, in Kommunen Innovation zu ermöglichen und zu fördern“, heißt es in der Studie, die Faz.net vorab vorliegt.

Baumaterialien sind knapp und teuer

Fast jede zweite Hochbaufirma in Deutschland hatte im Juni mit Nachschubproblemen bei Baustoffen zu kämpfen, wie eine Ifo-Umfrage ergab. Das verknappte Angebot schlägt sich auch in den Preisen nieder: Im Mai 2021 verteuerte sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Konstruktionsvollholz um 83,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat – auch die Kosten für Stahl, Kupfer und Kunststoffrohre sind deutlich gestiegen. Die Prognosen fallen unterschiedlich aus. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sehen erste Entlastungstendenzen. Das Bauunternehmen Otto Wulff dagegen spricht von einer weiterhin angespannten Situation. Zu einem deutlichen Ergebnis kommt die Ifo-Befragung: das Bauen wird wohl erst einmal noch teurer werden.

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Steuertricks bei Immobilien: Bundesregierung tappt im Dunkeln

Vor gut einem halben Jahr haben der Saarländische Rundfunk (SR) und Correctiv aufgedeckt, dass Investoren bei Wohnungen mit allen möglichen Steuertricks arbeiten und Mieten beispielsweise in der Karibik landen. Im Zuge dessen hat Die Linke eine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet und wollte wissen, wie häufig Konzerne mit überteuerten Krediten Gewinne ins Ausland verschieben, um so Steuern zu sparen. Dem SR liegt die Antwort vor. „Der Bundesregierung liegen hierzu keine Erkenntnisse vor“, heißt es vom Bundesfinanzministerium. Konkret ging es in dem Fall um zahlreiche Immobilien in deutschen Städten, für die sich Firmen gegenseitig Kredite mit hohen Zinsen gegeben haben. Die Folge: Hohe Kreditraten, die Mietgewinne wurden kleingerechnet und über mehrere Briefkastenfirmen bis in die Karibik weitergeschoben. Nach SR-Berechnungen sind dem Staat so bislang mehrere Millionen Euro an Steuergeldern entgangen.

Berlin: Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen erschwert

Nach einem Senatsbeschluss ist die gesamte Stadt Berlin jetzt als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt ausgewiesen – mit Folgen: Die Umwandlung von Mietwohnungen ab fünf Einheiten in Eigentumswohnungen ist künftig nur nach behördlicher Genehmigung möglich. Berlin setzt damit eine Ermächtigung um, die mit dem neuen Baulandmobilisierungsgesetz legitimiert ist. Das Gesetz soll den angespannten Wohnungsmarkt entlasten – als erstes umgesetzt hat es Hamburg. „Das Baulandmobilisierungsgesetz bietet große Chancen für mehr bezahlbaren Wohnraum, den wir in Hamburg dringend brauchen“, sagte Dr. Dorothee Stapelfeldt (SPD), Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, nach dem Senatsbeschluss am 13. Juli 2021. In der Hansestadt hat der Senat mit Hilfe des Gesetzes ein Baugebot erlassen, das gezielt den Wohnungsbau anordnet, falls nötig. In Planung ist in Hamburg derzeit ein ähnliches „Umwandlungsverbot“ wie in Berlin.

Urteil: Makler muss über Bonität eines Interessenten aufklären

Wenn Immobilienmakler Zweifel an der Zahlungsfähigkeit eines potenziellen Käufers haben, müssen sie das ihrem Auftragsgeber mitteilen. So hat das Landgericht Frankenthal entschieden. Im konkreten Fall war ein Makler von einem Eigentümer mit dem Verkauf einer Immobilie beauftragt worden und hatte bei einer Interessentin Zweifel an ihrer Solvenz – das teilte der Makler dem Verkäufer mit, der sich für den Verkauf an einen Dritten entschied. Die Interessentin hatte in der Zwischenzeit, angeblich auf Anraten des Maklers, bereits mit den Vorbereitungen für den Umzug begonnen und wollte für das Aus- und Wiedereinräumen der Wohnung 30.000 Euro vom Makler, der den Kauf zu Unrecht vereitelt habe. Die Klage wurde mit der Begründung abgewiesen, dass der Makler pflichtgemäß gehandelt habe und den Auftraggeber über die Bonität eines potenziellen Käufers aufklären müsse. Auch die eingeforderten Kosten bekommt die Klägerin nicht ersetzt, da noch kein Kaufvertrag zustande gekommen sei und die angesetzten 2.000 Arbeitsstunden für Umzugshelfer nicht nachvollziehbar seien.

Neuer Bürokomplex: Homeoffice-Feeling in Köln

Anm. d. Red.: Leider wurde der Artikel nach Versand des Morning Briefings entfernt – die Hintergründe entziehen sich unserer Kenntnis. Sobald der Artikel wieder online ist, teilen wir es hier mit.

Nach monatelangem Homeoffice zumindest teilweise zurück ins Büro – viele Arbeitnehmer freuen sich darauf. Die Annehmlichkeiten von Zuhause wollen sie aber auch nicht missen. Sie sind im Kölner Vorum genau richtig: Architekt Oliver Steinicke packt in den Bürokomplex einen Fitnessraum, einen Laden, der wie ein kleiner Marktplatz funktionieren soll, eine Eisdiele und will für Homeoffice-Flair sorgen. Etwas Geduld braucht es allerdings noch, bis der „Campus für Unternehmertum“ fertig ist. 2024 soll es soweit sein und der 20.000 Quadratmeter große Bürobau für insgesamt 800 Arbeitsplätze – alle mit modernster Technik ausgestattet – bezugsfertig sein.

3,8 Prozent: Inflation auf Rekordhoch

Die Inflation beziehungsweise der Verbraucherpreisindex (VPI) in Deutschland hat erstmals seit 13 Jahren die Drei-Prozent-Marke überschritten. Die Verbraucherpreise lagen im Juli um 3,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. In Verträgen wird der VPI oft verwendet, um Mieten entsprechend anheben zu können. Ursachen für die Inflationsrate seien höheren Energiepreise und die Rückkehr zu den alten Mehrwertsteuersätzen. Nach dem leichten Rückgang der Inflation auf 2,3 Prozent im Mai des laufenden Jahres kehrte sich der Trend damit wieder um. Volkswirte rechnen mit weiteren Preissprüngen in den kommenden Monaten.

Makler von Bestellerprinzip hart getroffen

Fünf Jahre nach Inkrafttreten des Bestellerprinzips bei Mietwohnungen legt die die Bundesregierung einen Bericht vor. Tenor: Das Gesetz funktioniere und entlaste wie gewünscht den Mieter. Er spare im Schnitt 2,4 Monatsmieten. Auf der anderen Seite fehlt dieses Geld den Maklern. Etwa 50 Prozent der für die Evaluation befragten Makler sprachen von Umsatzeinbußen von durchschnittlich 37 Prozent. Vor der Einführung des Bestellerprinzips bei der Vermittlung von Mietwohnungen brachten laut DIW knapp zwei Drittel (62 Prozent) der Vermieter ihre Wohnung über einen externen Makler an den Neumieter. Nach der Einführung sind es noch rund ein Drittel (35 Prozent).

Immobilienskandal? Gutachten belastet Markus Söders‘ Ex-Ministerium

Ist Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in einem Immobilienskandal verwickelt? Für die Dependance des Deutschen Museums in Nürnberg zahlt der Staat Bayern laut Opposition eine unverhältnismäßig hohe Miete. Sie wittert Vetternwirtschaft. Ein neues Gutachten stützt diese These und belastet damit auch den Ex-Finanzminister Markus Söder. Unter ihm kam der Mietvertrag zustande. Ministerien und Ämter wiegeln ab. Die CSU kontert mit dem Begriff „Gefälligkeitsgutachten“. Alles sei mehrfach geprüft und bewege sich im Bereich des Üblichen.

EEG-Umlage: Kommt doch eine Entlastung für Mieter?

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) haben den Bürgern Entlastungen beim Strompreis versprochen. „Die Abschaffung der EEG-Umlage kann dabei ein erster Schritt sein“, sagt Altmaier. Eine Familie könne aufs Jahr etwa 300 Euro sparen. In ihren Wahlprogrammen versprechen alle großen Parteien, die EEG-Umlage abzuschaffen oder zumindest zu senken. Altmaier sprach sich zudem dafür aus, Solardächer in Deutschland mit Investitionsvorschüssen oder einer „Duldungspflicht“ zu fördern.

Berlin: Grüne stellen Idee des Mietenschutzschirms vor

Die grüne Spitzenkandidatin fürs Berliner Bürgermeisteramt, Bettina Jarasch, hat die Idee des Mietenschutzschirms vorgestellt. „Wir wollen ein politisches Instrument bauen, das schneller und rechtsicherer wirksam werden kann als der Volksentscheid“. Teil der Idee: Ein Pakt zwischen dem Land Berlin und den Vermietern mit Pflichten und Rechten. Nur gemeinwohlorientierte Vermieter bekämen demnach noch städtische Grundstücke. Zu Verhandlungen zeigt sich Andreas Ibel, Präsident des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), durchaus bereit, aber er erkennt kein richtiges Angebot im Mietenschutzschirm. „Ein lösungsorientierter Dialog sollte nicht damit beginnen, dass man privaten Unternehmen mit Enteignung droht.“

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München: radikaler Weg zu bezahlbarem Wohnraum

Neben Berlin macht inzwischen auch München mit radikalen Ideen auf sich aufmerksam, wie Wohnen künftig bezahlbar gemacht werden kann. Der Stadtrat beschloss ein komplexes Punktesystem: Nur wer ausreichend Punkte sammelt, darf bauen. Punkte gibt es etwa für den Bau von Miet- und Sozialwohnungen – aber auch, wenn Grundstücke an die Stadt oder an Genossenschaften verkauft werden.
Wie die notwendige Punktzahl erreicht wird, ist flexibel. Möglich ist beispielsweise, von 100 geplanten Wohnungen 60 als Sozialwohnungen, 20 als normale Mietwohnungen und nur 20 als Eigentumswohnungen zu bauen. Die neuen Regelungen gelten allerdings nur für größere Wohngebiete, die komplett neu entwickelt werden und für die eigens ein neuer Bebauungsplan erstellt wird.

 

Dank Tesla: 81% Preissteigerung bei Immobilien

Tesla baut in Grünheide in der Nähe von Berlin eine neue Fabrik. Das hat Auswirkungen auf die Immobilienpreise in der Region in Brandenburg. In der Kleinstadt Erkner, Nachbar der Gemeinde Grünheide, stiegen die Kaufpreise innerhalb eines Jahres um 81 Prozent. Innerhalb von fünf Jahren um 175 Prozent.
Die Mieten stiegen ebenfalls, allerdings nur um 36 Prozent in fünf Jahren. Noch hat die Produktion im Tesla-Werk allerdings auch noch nicht begonnen. Neben den 40.000 Arbeitsplätzen, die in Grünheide entstehen sollen, trägt auch der Home-Office-Trend zu den steigenden Preisen bei.

IVD: Mieten günstiger als angenommen

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) erklärt, Mieten seien bezahlbarer als gedacht. Zu diesem Schluss kommen die Immobilienexperten nach Analyse des „Vierten Berichts der Bundesregierung über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland“. Im Jahr 2019 gaben Mieterhaushalte im Schnitt 28 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Wohnen aus und damit ein Prozentpunkt weniger als 2017.
Demnach seien nicht nur die Mieten, sondern auch die Einkommen im Schnitt gestiegen. „Obwohl die Menschen heute im Schnitt in größeren Wohnungen leben als früher, gibt es keinen Anstieg bei der Belastung der Haushalte“, sagte IVD-Präsident Michael Schick.

 

Deutschlands teuerstes Hochhaus entsteht in Frankfurt

1,4 Milliarden Euro kostet das teuerste Haus Deutschlands: Das Hochhaus T1 in der Frankfurter Banken-City hat sich die Allianz gemeinsam mit der bayerischen Versorgungskammer gesichert. Noch nie sei einzelnes Gebäude in Deutschland für mehr als eine Milliarde Euro verkauft worden. Ende 2024 oder Anfang 2025 soll es mit 233 Metern Höhe der dritthöchste Büroturm der Main-Metropole werden. Höher bleiben nur die Bürotürme Commerzbank Tower mit 259 Metern und der Messeturm mit 256,5 Metern.

Im Video: Deutschlands erstes 3D-Druck-Haus

Rund statt eckig. Deutschlands erstes Wohnhaus im 3D-Druck wurde bezogen, nun ist das erste TV-Team vor Ort gewesen und hat sich selbst vom Baustil des futuristischen, zweigeschossigen Gebäudes überzeugen können. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach spricht sich für solcherlei Projekte aus und wünscht sich künftig Schulen, Feuerwehrhäuser und Rathäuser aus dem 3D-Drucker. [Video 2:18 Min.]